Sehr schweres und tiefes Erdbeben bei Fidschi

Fidschi – Erneut hat ein sehr schweres, sehr tiefes Erdbeben die Fidschi-Inseln im südwestlichen Pazifik getroffen. Nach vorläufigen Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Beben am Donnerstagabend (MESZ) Magnitude 8.1. Mit einer Herdtiefe von rund 660 Kilometern lag das Epizentrum noch tiefer als beim schweren Erdbeben (M8.2) vor mehreren Wochen. Das Geoforschungszentrum Potsdam gibt zunächst Magnitude 7.4 an, die private Webseite ALomax Magnitude 7.7. Bei Erdbeben in großen Tiefen kann die exakte Ermittlung der Magnitude einige Zeit in Anspruch nehmen.
Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Hauptinsel, östlich der Hauptstadt Suva. Dort dürften die Erschütterung deutlich bis stark zu spüren gewesen sein und vermutlich lange (über eine Minute) angedauert haben. Auch auf entfernten Inseln kann das Beben verspürt worden sein. Meldungen liegen noch nicht vor. Durch die große Tiefe ist allerdings nicht mit signifikanten Schäden zu rechnen. Das Pacific Tsunami Warning Center hat keine Tsunami-Warnung herausgegeben.

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Das Erdbeben der Stärke 8.2 am 19. August ereignete sich östlich des der Fidschi-Inseln innerhalb des selben Segments der subduzierten Pazifischen Platte. Nach dem Beben in rund 550 Kilometern Tiefe folgten einige Nachbeben in größeren Tiefen, wo nun das heutige Beben seinen Ursprung hatte. Somit scheint es wahrscheinlich, dass das Erdbeben am 17. August das heutige getriggert hat.

Update 18:10 Uhr
Das USGS hat das Erdbeben nun auf Magnitude 7.8 korrigiert. Auch das Hypozentrum wurde korrigiert und nun in ca. 610 Kilometern Tiefe lokalisiert.

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Update 18:14 Uhr
Das GFZ hat nach manuellen Auswertungen ebenfalls auf Magnitude 7.8 korrigiert. Tiefe: 650 km. Auswertungen ergeben zudem einen Strike-Slip Mechanismus.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 17:49 Uhr

Magnitude: 7,5 - 7,8

Tiefe: 669 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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