Erdbebenschwarm erschüttert West-Sulawesi

Indonesien – Rund sechs Wochen nach der Erdbebenkatastrophe im Norden der indonesischen Insel Sulawesi hat im Westen der Insel ein starker Erdbebenschwarm eingesetzt. Seit dem 2. November verzeichneten die indonesischen Behörden im Distrikt Mamasa, rund 40 Kilometer südlich der Regionalhauptstadt Mamuju, insgesamt sechs Erdbeben über Magnitude 4 sowie zahlreiche kleinere. Dabei ereigneten sich die meisten Beben während der ersten Aktivitätsphase am 3. und 4. November. Das dabei stärkste Beben mit Magnitude 4.9 führte zu ersten kleineren Schäden an einigen Gebäuden. Aufgrund der Häufung der Beben innerhalb weniger Stunden kam es verbreitet zu Panik. 12 Schüler einer Schule mussten aufgrund dessen ärztlich behandelt werden.

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In der Nacht zum 6. November ereignete sich nach einer kleineren Phase ohne größere Aktivität das bisher stärkste Erdbeben dieser Sequenz. Die indonesischen Behörden geben es mit Magnitude 5.5 an. Das United States Geological Survey (USGS) ermittelte Magnitude 5.2.
Das neue Beben sowie mehrere Nachbeben veranlassten viele Bewohner des Distrikts ihre Häuser zu verlassen. Auf freien Flächen wie Parkanlagen und Sportplätzen wurden Notfalllager eingerichtet. Meldungen über Verletzte infolge des Bebens der vergangenen Nacht liegen zur Zeit noch nicht vor. Allerdings sollen dutzende Gebäude Schäden erlitten haben. Die Behörden prüfen zur Zeit die genauen Auswirkungen und warnten vor der Verbreitung von falschen Gerüchten.

Auch in der nördlichsten Region Sulawesis hat in der vergangenen Nacht ein Erdbeben zu Gebäudeschäden geführt. Betroffen waren die vorgelagerten Sangihe Inseln vor der Küste der Halbinsel Minahasa. Mit Magnitude 5.2 war das Erdbeben, das sich um 03:09 Uhr MEZ ereignete, ähnlich stark wie das Beben in Mamasa wenige Stunden zuvor. Lokale Behörden erhielten bisher Meldungen über vier beschädigte Gebäude auf der nächst gelegenen Insel. Viele Bewohner haben aus Angst ihre Häuser verlassen. Verletzt wurde aber offenbar niemand.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 5. November, 19:35 Uhr MEZ

Magnitude: 5.2

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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