Stärkstes Fracking-Erdbeben in Oklahoma?

USA – Ein seit einigen Wochen nahe Oklahoma-City aufgezeichneter Erdbebenschwarm könnte nach Ansicht von Geophysikern mit Hydraulic Fracturing (Fracking) zusammenhängen. Dabei kam es in der vergangenen Nacht zum bisher stärksten Erdbeben der Sequenz, welches das stärkste durch Fracking in den USA induzierte Erdbeben gewesen sein könnte.

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Das Oklahoma Geological Survey (OGS) registrierte nahe des Ortes Bridge Creek, 35 km südwestlich von Oklahoma City, seit mehreren Wochen kleine Erdbeben. Allein in den vergangenen sieben Tagen waren es insgesamt 11 über Magnitude 2. Diese Erdbebensequenz könne nach Angaben des OGS-Seismologen Jacob Walter mit den dortigen Hydraulic Fracturing Operationen zusammenhängen, die in den vergangenen Wochen dort stattfanden. Demnach korreliere das pulsartige Auftreten der Erdbeben mit den Injektionen, wie Walter auf seinem Twitter-Account schreibt.


Damit würde diese Erdbebensequenz, im Gegensatz zum Großteil der induzierten Seismizität in Oklahoma, Kansas und Texas, nicht mit dem Einlagern von Brauchwasser („waste water injection“) zusammenhängen. Auch das Pawnee-Erdbeben im September 2016, das mit Mw5.8 stärkste Beben in der Geschichte von Oklahoma, wird mit waste water injection in Verbindung gebracht. Genauere Untersuchungen der Sequenz sind jedoch nötig, um den genauen Ursprung der aktuellen Erdbeben zu ermitteln.

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In der Nacht zum 5. November (MEZ) ereignete sich nach OGS-Angaben das bisher stärkste Bridge Creek Erdbeben mit Magnitude 3.7. Sollte sich diese Magnitude bestätigen (das United States Geological Survey ermittelte „nur“ Magnitude 3.3) wäre es eines der stärksten durch Fracking induzierten Erdbeben weltweit. Lediglich acht Beben in Kanada (stärkstes M4.6) und drei Beben in China (stärkstes M4.7) erreichten höhere Magnituden. Letztere in der chinesischen Provinz Sichuan führten 2016 und 2017 zudem zu massiven Gebäudeschäden, während in Kanada unbewohnte Regionen betroffen waren.

Das Erdbeben in Bridge Creek in der vergangenen Nacht, das gemäß dem jetzigen Stand der Forschung das stärkste Fracking-induzierte Erdbeben in den USA sein könnte, führte nicht zu Gebäudeschäden, war jedoch rund um das Epizentrum deutlich zu spüren.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 5. November, 01:53 Uhr

Magnitude: 3.3 bis 3.7

Tiefe: 7 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: Hydraulic Fracturing

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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