Erneut starkes Erdbeben im Westen des Iran

Iran – Die Serie starker Nachbeben in der westiranischen Provinz Kermanschah hält an. Am Sonntag hat erneut ein Beben die Grenzregion mit dem Irak erschüttert. Nach vorläufigen Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) erreichte das Beben Magnitude 5.8. Das Epizentrum lag etwas südlicher als die meisten vorangegangenen Beben, etwa 130 Kilometer nordöstlich von Bagdad nahe der Grenze zur iranischen Provinz Ilam.
Die Erschütterungen waren verbreitet im Westen des Iran und in weiten Teilen des Irak zu spüren, wie Zeugen auf der Webseite des EMSC mitteilten. In der Epizentralregion muss erneut mit teils größeren Schäden gerechnet werden. Zuletzt bebte es in der Region am 25. November 2018 mit Magnitude 6.3. Dieses Nachbeben zerstörte hunderte Gebäude und führte grenzübergreifend zu über 900 Verletzten und zwei Todesopfern.
Seit dem Hauptbeben (M7.3) im November 2017 wird die Region immer wieder von starken Beben getroffen.

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Update 18:55 Uhr
Bei dem Erdbeben sind nach ersten Angaben des iranischen Roten Halbmonds zahlreiche Gebäude nahe des Epizentrums beschädigt worden. Mindestens zwei Dörfer sind von den Erdbebenschäden betroffen. Fünf Bewertungsteams untersuchen zur Zeit die Auswirkungen des Bebens. Größere Verluste scheinen zunächst nicht der Fall zu sein. Allerdings kam es stellenweise zu Stromausfällen und Störungen bei der Wasserversorgung.
Mindestens 42 Menschen wurden bei dem Erdbeben verletzt, überwiegend bei der Flucht aus den Häusern.

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 6. Januar, 14:41 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch (Nachbeben)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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