Schweres Erdbeben im Norden Indonesiens

Indonesien – In der Molukkensee zwischen den Indonesischen Inseln Sulawesi und Halmahera hat sich am Sonntagabend ein schweres Erdbeben ereignet. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Beben Magnitude 6.6. Zunächst wurde es mit Magnitude 7.0 angegeben, nach manueller Überprüfung jedoch korrigiert. Das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) ermittelte Magnitude 6.5. Demnach lag das Epizentrum rund 100 Kilometer vor der Nordwestküste von Halmahera. Die Herdtiefe des Bebens lag in geringer Tiefe.
Aufgrund der großen Entfernung zur Küste war die Intensität des Bebens in den nächst gelegenen Siedlungen stark abgeschwächt. Entsprechend muss nicht mit größeren Schäden gerechnet werden. Allerdings waren die Erschütterungen auf Halmahera und im Norden Sulawesis (Minahasa-Halbinsel) deutlich zu spüren. Gefahr eines großen Tsunamis besteht nicht. Aufgrund des Herdmechanismus sind kleinere ungefährliche Wellen, die nahe gelegene Küsten erreichen können, nicht ausgeschlossen.

Im Norden von Indonesien treffen zahlreiche kleine tektonische Platten zusammen, weshalb es dort immer wieder zu starken Erdbeben kommt. Besonders in der Molukkensee ist die Seismizität hoch. Das heutige Erdbeben geht auf die Kollision (Subduktion) der Sundaplatte im Westen und der Vogelkopf-Platte im Osten zurück.

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Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 6. Januar, 18:27 Uhr

Magnitude: 6.5

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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