Indien: Schwere Schäden und Erdrutsche durch Himalaya-Erdbeben

Indien – Im nordöstlichen indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh hat ein starkes Erdbeben in der Nacht zu Mittwoch (24. April) schwere Schäden verursacht. Wie das United States Geological Survey (USGS) registrierte, erreichte das Beben Magnitude 5.9. Das Epizentrum lag im Distrikt Siang nahe der Grenze zu China. Das betroffene Gebiet befindet sich in einer abgelegenen Bergregion des östlichen Himalaya. Auch in Teilen der Nachbarländer Bangladesch, Bhutan, China und Myanmar waren die Erschütterungen des Bebens zu spüren. Im Vorland des Himalaya, besonders im Bundesstaat Assam, flüchteten viele Menschen aus Angst aus ihren Häusern. Schäden wurden dort allerdings nicht gemeldet. Chinesische Behörden führten umfangreiche Untersuchungen in den potentiell betroffenen Dörfern in Tibet durch. Schäden wurden aber nicht festgestellt.

Anzeige

Aus den Distrikten am direkt am Epizentrum in Indien gab es zunächst nur wenige Informationen über die Auswirkungen des Bebens. In der Region gibt es kaum größere Städte. Viele Menschen leben in kleinen, abgelegenen Bergdörfern, die nur schwer zu erreichen sind.
Wie lokale Medien am Donnerstag berichteten, hinterließ das Erdbeben in vielen dieser Dörfer schwere Schäden. Betroffen sind demnach die Distrikte Siang und Shi Yomi. Aufgrund massiver Erdrutsche seien einige Regionen von der Außenwelt abgeschnitten, sodass noch immer wenig aus den betroffenen Orten bekannt ist. Mindestens fünf Verbindungsstraßen wurden durch Geröllmassen vollständig blockiert. In den Verwaltungszentren beider Distrikte kam es zu Schäden und teilweisen Gebäudeeinstürzen. Unter anderem ein Verwaltungsgebäude und ein medizinisches Gebäude sind betroffen. Meldungen über Verletzte oder Todesopfer gibt es zur Zeit nicht. Es wird erwartet, dass in den kommenden Stunden und Tagen weitere Schadensmeldungen aus den abgelegeneren Gebieten bekannt werden.

Lage des Epizentrums


Größere Karte anzeigen

Anzeige
Anzeige

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23. April, 22:15 Uhr

Magnitude: 5.9

Tiefe: 14 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Haben Sie ein Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das unten stehende Kontaktformular mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), sowie wenn möglich Intensität und mögliche Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, etc.) an. Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, schicken Sie für jedes Erdbeben bitte maximal eine Meldung ab. Vielen Dank.
Ihre Persönlichen Daten werden nicht veröffentlicht.
Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

Ihr Name / Nickname*

Ort / Stadt, wo Sie das Erdbeben gespürt haben*

Ihre E-Mailadresse

Adresse, wo sie das Erdbeben verspürt haben

Intensität, EMS 98 geschätzt*

Beschreiben Sie Ihre Wahrnehmungen so ausführlich wie Sie möchten*

Sonstiges

Hinweis: Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden

The following two tabs change content below.
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Anzeige

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei