Schweres Erdbeben auf Luzon fordert Todesopfer

Philippinen – Der Großraum Manila wurde am Nachmittag (Ortszeit) von einem starken Erdbeben erschĂŒttert. Nach Angaben des Geoforschungszentrums erreichte es Magnitude 6,0. Das United States Geoloical Survey (USGS) ermittelte Magnitude (Mw) 6.3. Das Epizentrum lag im Westen der Insel Luzon, etwa 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Manila.
In weiten Teilen von Luzon waren die ErschĂŒtterungen deutlich bis stark spĂŒrbar. In der Hauptstadt Manila schwankten die HochhĂ€user. In Sozialen Netzwerken berichten Anwohner von kleineren SchĂ€den an einigen GebĂ€uden der Stadt. Viele Menschen gingen aus Sorge vor grĂ¶ĂŸeren SchĂ€den auf die Straßen.

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Die Epizentralregion befindet sich im dicht besiedelten Hinterland von Luzon nahe des Vulkans Pinatubo. Trotz hoher Bevölkerungsdichte ist die Region lĂ€ndlich geprĂ€gt. Viele Ortschaften sind auf zum Teil vulkanischen Sedimenten errichtet. Das und die geringe Herdtiefe des Bebens von rund 20 Kilometern könnte zu einer sehr hohen IntensitĂ€t dort fĂŒhren. Schwere SchĂ€den vor allem in den kleineren StĂ€dten sind möglich.

Update 12:37 Uhr
Auswertungen zeigen, dass sich das Erdbeben vermutlich an einer NNW-SSE verlaufenden Blattverschiebung ereignete. Möglicherweise eine Störungszone, die auch unterhalb des Pinatubo verlÀuft. Die Herdtiefe des Bebens lag bei 12 Kilometern. Magnitude 6.1 ermittelte die Philippinische Seismologiebehörde.
Aufgrund dieser Orientierung der Störungszone war dieses Erdbeben verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig stark und lang (teils ĂŒber eine Minute) im Großraum Manila zu spĂŒren, was in kleineren SchĂ€den an vielen Orten resultierte.

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Inzwischen werden aus den kleineren Orten nĂ€her am Epizentrum einige grĂ¶ĂŸere SchĂ€den gemeldet. So stĂŒrzten zwei Kirchen in den Orten Porac und Lubao ein. Zahlreiche GebĂ€ude sind vor allem in der Region Pampanga sĂŒdlich von Angeles City betroffen. Viele stĂŒrzten ein. Mindestens drei Menschen sind nach Angaben lokaler Medien ums Leben gekommen. Einige andere Quellen sprechen von deutlich mehr Opfern.

Update 12:57 Uhr
Nach offiziellen Angaben starben mindestens drei Personen infolge eingestĂŒrzter Mauern in San Fernando. Das Beben zerstörte neben mehreren Kirchen vor allem WĂ€nde von GebĂ€uden. Auch ein Supermarkt und eine BrĂŒcke stĂŒrzten ein. Zudem kam es am Clark Airport in Angeles City zu schweren SchĂ€den, als ein Teil der Decke dort einstĂŒrzte. Meldungen ĂŒber die Anzahl der Verletzten infolge des Bebens gibt es zur Zeit nicht.
Mehrere inoffizielle Quellen sprechen unter Berufung auf RettungskrÀfte vor Ort von mehreren Dutzend Todesopfern.

Update 13:15 Uhr
In Porac sind nach offiziellen Angaben beim Einsturz eines mehrgeschossigen GebĂ€udes zahlreiche Menschen eingeschlossen worden. Mindestens 20 konnten bisher dort gerettet werden, weitere gelten noch als vermisst. Auch in anderen eingestĂŒrzten GebĂ€uden werden noch Menschen vermutet.
Die offizielle Opferzahl liegt, je nach Quelle, zur Zeit bei 4 bis 5. Zudem sollen ĂŒber 100 Menschen verletzt worden sein.

Allein in einem eingestĂŒrzten Supermarkt sollen sich zur Zeit des Bebens ĂŒber 300 Menschen aufgehalten haben. Viele Todesopfer wurden dort nach inoffiziellen Quellen bereits geborgen.

Update 13:38 Uhr
Drei der bislang bestÀtigten Todesopfer starben in Porac. 12 Menschen konnten dort mit Verletzungen, aber lebend geborgen werden.
Zwei Personen, eine Àltere Frau und ihr Enkelkind, starben in Lubao. Drei weitere Menschen kamen in San Fernando ums Leben.

Lokale Quellen in Porac sprechen inzwischen von mindestens 40 Opfern in dem Supermarkt, darunter zwei Kinder. Offiziell bestÀtigt sind diese Zahlen noch nicht. Ebenso die Zahl der Menschen, die dort noch eingeschlossen sind. Je nach (inoffizieller) Quelle werden 100 bis 300 Vermisste genannt.

Update 15:04 Uhr
Insgesamt fĂŒnf Todesopfer konnten am eingestĂŒrzten Supermarkt bereits geborgen werden. Damit liegt die Gesamtzahl der Todesopfer infolge des Erdbebens aktuell bei 12. Wie viele Menschen verletzt wurden und noch vermisst werden, ist zur Zeit unklar.

Am Clark-Flughafen, wo im Check-In-Bereich Teile der Decke einstĂŒrzten, wurde aufgrund der SchĂ€den der Betrieb mindestens bis morgen eingestellt. Betroffen davon sind auch mehrere internationale FlĂŒge.
Mindestens sieben Menschen wurden am Flughafen bei dem Beben leicht verletzt.

Update 23. April, 09:12 Uhr
Die Zahl der Todesopfer infolge des Erdbebens auf Luzon ist auf mindestens 16 gestiegen. In dem eingestĂŒrzten Supermarkt werden noch 24 Menschen vermisst. Insgesamt 70 konnten lebend aus den TrĂŒmmern geborgen werden. Die Rettungsarbeiten dauern an.
Zur Gesamtzahl der Verletzten gibt es keine aktuellen Daten. Die letzten Meldungen der vergangenen Nacht sprachen von rund 110 Verletzten, davon die meisten in Porac.

Zeugenmeldungen
Cay Pombo
Kurz nach 17 Uhr vibrierte der gesamte Erdboden im Haus (Erdgeschoss) fĂŒr etwa 15 Sekunden. Dann schwankte das Haus leicht, erst kreisförmig, dann wie ein Pendel von links nach rechts. SĂ€mtliche Deckenlampen nahmen dieses Schwanken auf. Nach etwa 1-2 Minuten war alles wieder normal.
Keine SchÀden und auch keine ungewöhnlichen GerÀusche. (IntensitÀt V)

Angeles
Ich war auf der Rooftop Terrasse des Central Park Tower, 11. Etage. Da hat es Bar und Pool. Das Beben war dort oben unheimlich, ich konnte nicht mehr aufrecht gehen, es schĂŒttelte kreisförmig wie verrĂŒckt. StĂŒhle, GlĂ€ser.“, alles flog rum, der Pool schlug meterhohe Wellen, das ganze dauerte mindestens eine Minute. das GebĂ€ude weist jetzt böse Risse auf. (IntensitĂ€t VII)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (MitteleuropÀische Zeit): 11:11 Uhr

Magnitude: 6,1

Tiefe: 12 km

SpĂŒrbar: ja

SchÀden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Lage des Epizentrums


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