Erdbeben nahe Tokyo

Japan – Nahe der japanischen Hauptstadt Tokyo hat sich am Samstag ein kräftiges Erdbeben ereignet. Das Epizentrum des Bebens lag in der Präfektur Chiba östlich der Metropole. Nach Angaben der Japanischen Meteorologiebehörde (JMA) erreichte das Beben Magnitude 5.1 (Mj). Das United States Geological Survey (USGS) ermittelte zunächst Magnitude (mb) 5.0. Besonders in der Nähe des Epizentrums waren die Erschütterungen mit starker Intensität zu spüren. An einer Station wurde der Wert 5- auf der Shindo-Skala gemessen.
Im gesamten Stadtgebiet von Tokyo waren die Erschütterungen ebenfalls zu spüren. Dabei reichen die gemessenen Intensitäten von 2 bis 4.

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Schäden infolge des Bebens sind aufgrund der sicheren Bauweise Japans nicht zu erwarten. Tsunami-Gefahr besteht nicht.

Zeugenmeldungen
Tokyo
Vor etwa 2 Minuten, 15:30 Ortszeit. Der Boden fing an zu wackeln und ich wurde nervös, vor allem weil ich noch nie zuvor ein Erdbeben bewusst miterlebte. (Intensität IV)

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Tokyo
Im Park auf dem Boden liegend habe ich gespürt wie die Erde sich bewegt. Ein Warenständer ist etwas hin und her gerollt. Keine Schäden oder herabfallende Gegenstände. (Intensität IV)

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 25. Mai, 08:20 Uhr

Magnitude: Mj 5.1

Tiefe: 40 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur drei Mal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011, beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016 und beim Hokkaido-Erdbeben 2018.
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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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