Gebäudeschäden nach Erdbeben in Marokko

Marokko – Bei mehreren Erdbeben im Zentrum von Marokko kam es am Sonntag zu Gebäudeschäden. Das Epizentrum des Hauptbebens, das sich um 9:39 Uhr MEZ ereignete, lag an der Grenze der Regionen Drâa-Tafilalet und Fès-Meknès. Das Seismologiezentrum der Mittelmeerregion (EMSC) ermittelte nach manuellen Überprüfung Magnitude (Mw) 5.3. Marokkanische Behörden geben das Beben mit Stärke (ML) 5.3 an.
In mehreren Regionen des Landes waren die Erschütterungen deutlich zu spüren, unter anderem in der Millionenstadt Fès sowie im Umfeld von Casablanca.
Infolge des Hauptbebens kam es in der Provinz Midelt westlich des Epizentrums zu einigen Gebäudeschäden, wie lokale Medien berichten. Vor allem Wohnhäuser sind betroffen, wobei sich in den Wänden teilweise größere Risse bildeten.

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Meldungen über Verletzte oder Todesopfer liegen nicht vor.
Zahlreiche Nachbeben erschütterten die Region im Tagesverlauf, darunter mehrere Erdbeben um Magnitude 4. Das bisher stärkste Nachbeben ereignete sich am Nachmittag und erreichte Magnitude 4.5. Bei Nachbeben dieser Stärke sind neue Schäden möglich, wovon bereits betroffene Gebäude schwerer beschädigt werden könnten.

Aufgrund der überwiegend traditionellen Bauweise können Beben in Marokko bei geringer Herdtiefe häufig zu überdurchschnittlich schweren Schäden führen. Im Jahr 2016 hat eine starke Erdbebenserie vor der Nordküste Marokkos dort und in der Spanischen Exklave Melilla zu einigen Schäden und zahlreichen Verletzten geführt. Das folgenschwerste Erdbeben in der jüngeren Geschichte Marokkos traf im Jahr 1960 die Stadt Agadir im Westen des Landes. Trotz mäßiger Stärke von 5.9 wurden weite Teile der Stadt zerstört. Mehr als 13.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Ein ähnliches Beben mit mindestens 3000 Opfern traf im November 1755 auch die Stadt Fès, wahrscheinlich getriggert durch das Lissabon-Erdbeben wenige Wochen zuvor.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 17, November, 09:33 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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