Tote nach starkem Erdbeben in Albanien – Starkes Nachbeben

Ein starkes Erdbeben hat am frühen Morgen (26. November) Albanien erschüttert. Es erreichte nach ersten Angaben des GFZ Magnitude 6,3. Das Epizentrum lag nördlich von Durres etwa 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Tirana. In beiden Regionen muss mit schweren Schäden gerechnet werden. Erschütterungen des Bebens waren im gesamten Südwesten der Balkanhalbinsel und in Teilen Italiens spürbar. Ein erstes starkes Nachbeben ereignete sich um 4:03 Uhr und erreichte Magnitude 5,3.

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In den letzten Stunden hatten sich bereits mehrere schwächere Erdbeben in der Region ereignet. Das stärkste um 2:47 Uhr erreichte Magnitude 4,4. Bereits im September ereignete sich dort ein Erdbeben der Stärke 5,8, welches zu größeren Schäden in der Region geführt hatte. 

Update 04:55 Uhr:
In Durres stürzte infolge des Erdbebens ein mehrstöckiges Gebäude ein. Mehrere Personen wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus der Stadt eingeliefert. Schäden entstanden auch in Tirana, Lezha und Fier. An mehreren Orten brach die Stromversorgung zusammen.

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Update 5:20 Uhr:
Beim Einsturz eines Hotels in Durres wurden mehrere Personen verschüttet, drei von ihnen konnten bisher lebend geborgen werden. Im Dorf Thumana stürzten drei Häuser ein. Rettungskräfte sind vor Ort um verschüttete zu bergen.

Update 5:56 Uhr:
Mehrere Personen sollen in Durres ums Leben gekommen sein, dies ist bisher aber noch nicht offiziell bestätigt. An mehreren Orten der Stadt sind Gebäude eingestürzt oder schwer beschädigt worden, darunter ein 5-Stöckiges Wohngebäude in dem sich mindestens 10 Personen zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden. In Tirana wurden mindestens 50 Personen verletzt.

Update 6:08 Uhr:
Aus Thumane und Lac werden mindestens drei Tote gemeldet.

Update 6:47 Uhr:
Mindestens 150 Personen wurden verletzt. Alle Schulen in Albanien bleiben am Dienstag geschlossen um sie auf Schäden zu überprüfen.

 

Update 07:10 Uhr
Die berechnete Intensitätsverteilung gibt das wieder, das bereits durch die beobachteten Zerstörungen klar ist: Sehr hohe Intensitäten zwischen Tirana und der Epizentralregion Durres.

Update 07:17 Uhr
Seit dem Hauptbeben kommt es zu zahlreichen, teils stark spürbaren Nachbeben. Mit Magnitude 5.8 (vorläufige Angaben) hat ein ungewöhnlich starkes Nachbeben die Region am Morgen getroffen. Das Epizentrum lag offenbar etwas nördlicher als das Hauptbeben.
Infolge des Nachbebens können die Schäden in der Region noch deutlich verschlimmert werden. Es ist daher wichtig, beschädigte Gebäude zu meiden. Auch in den kommenden Stunden und Tagen können starke Nachbeben auftreten.

Update 08:05 Uhr
Die Bergungsarbeiten dauern nach Tagesanbruch weiter an. Noch immer werden Menschen unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude vermutet. Besonders in der Stadt Thumane wurden viele Wohnhäuser zerstört, die Menschen dort im Schlaf vom Erdbeben überrascht. Zwei weitere Tote wurden am Morgen unter den Trümmern gefunden, sodass die Gesamtopferzahl nun bei 5 liegt. Die Behörden melden zudem mindestens 220 Verletzte.

Wird aktualisiert …

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

 

Zeugenmeldungen:

Porto Cesareo, Apulien, Italien
26.11.19 ca 03:50 Uhr, bin aufgewacht als das Haus (Hotelgebäude) für ca 30 Sekunden deutlich gewackelt hat. (Intensität III)

Podgorica, Montenegro
Bestimmt stärkstes Erdbenen in letzter Zeit.
81 000 Podgorica, MONTENEGRO
26. NOVEMBER 3:53 Uhr
STÄRKE: Über 6 Richter
(Intensität V)

Mitrovica, Kosovo
Ich wurde um 03:55 geweckt, ich hörte wie sich meine beiden aluminiumschränke immer wieder berührten, als würd jemand gegen sie drücken, zudem fühlte ich, wie mein bett vibrierte. Ich war zuerst unsicher ob es ein traum war, aber im nachhinein bin ich mir sicher, dass es sich um ein erdbeben gehandelt hat. Ich verspürte ziemliche angst zu diesem zeitpunkt und hatte mühe nachher wieder einzuschlafen. (Intensität IV)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3:54 Uhr

Magnitude: 6,3

Tiefe: 10 Kilometer

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

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Lukas Rentz

Lukas ist 21, hat 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey gemacht und studiert seit dem Wintersemester 2018/2019 Meteorologie in Mainz.

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