Starke Erdbebenserie vor der Küste von Rhodos

Griechenland – Eine Serie teils starker Erdbeben hat sich in den letzten Tagen im Mittelmeer vor der Küste der griechischen Inseln Rhodos und Karpathos ereignet. Das bisher stärkste Beben dieser Serie ereignete sich am Donnerstag.
Die Epizentren der Erdbeben lagen rund 100 Kilometer von der Südspitze von Rhodos entfernt. Das heutige Beben erreichte nach vorläufigen Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam Magnitude 6.2. Griechische Behörden ermittelten zunächst allerdings nur Magnitude 5.3. Auch die Auswertung des türkischen Erdbebendienstes ergibt mit Magnitude 5.6 deutlich abweichende Werte.
Das Beben wurde entlang der Küsten von Griechenland und der Türkei teils deutlich verspürt, unter anderem auf den Inseln Kreta und Rhodos, aber auch rund um die Großstädte Izmir und Antalya.

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Schäden infolge des Erdbebens sind aufgrund der großen Distanz zur Küste nicht zu erwarten. Auch Tsunami-Gefahr besteht nicht.

Bereits in den vergangenen Tagen wurden mit Magnitude 5.4 und 5.6 starke Erdbeben verzeichnet, die vielerorts in der Region schwach zu spüren waren. Zudem gab es hunderte kleinere Beben.
Ursprung der Aktivität ist eine lokale Störungszone (Abschiebung), die in der Platte oberhalb der Subduktionszone verläuft. Durch die unterhalb liegende Kollisionszone der Platten dehnt sich die oberhalb liegende kontinentale Kruste, wodurch es dort gelegentlich zu Erdbebenaktivität kommt. Erdbebenserien wie diese sind an Dehnungszonen im Bereich von Subduktionszonen häufig. In der Regel dauern sie mehrere Tage oder Wochen an. Einen Einfluss auf die Subduktionszonen selbst, wo auch deutlich stärkere Erdbeben möglich sind, haben sie in den meisten Fällen nicht.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 30. Januar, 12:21 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe: 16 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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