Vier Verletzte bei Erdbeben im Westen der Türkei

Türkei – Ein starkes Erdbeben hat am Mittwochabend die türkische Region Manisa erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Großstadt Akhisar. Nach vorläufigen Angaben des Kandilli-Observatoriums erreichte das Erdbeben Magnitude 5.6. Der Erdbebenherd lag in geringer Tiefe von nur rund neun Kilometern.
Die Erschütterungen waren in weiten Teilen der westlichen Türkei deutlich bis stark zu spüren, unter anderem auch in den Millionenstädten Istanbul und Izmir. Auch einige griechische Inseln sind betroffen. Aufgrund der geringen Tiefe des Erdbebens und der hohen Bevölkerungsdichte am Epizentrum sind dort größere Schäden zu erwarten. Besonders Gebäude in ländlichen Regionen der Türkei sind oft nicht erdbebenresistent gebaut.

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Bereits in den vergangenen Tagen kam es bei Akhisar bereits zu mehreren kleinen Erdbeben, die allerdings nur schwach oder garnicht verspürt wurden.

Ein erstes größeres Nachbeben mit Magnitude 4.4 folgte innerhalb von drei Minuten. Auch in den kommenden Wochen ist mit derartigen Nachbeben zu rechnen. Dabei können neue Schäden auftreten, was besonders bereits betroffene Gebäude gefährdet.

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Update 21:06 Uhr
Das türkische Nachrichtenportal Haberler berichtet unter Berufung auf offizielle Quellen von einigen schwer beschädigten Häusern in der Nähe von Akhisar. Über Todesopfer und Verletzte lägen zur Zeit keine Informationen vor.

Update 23. Januar:
Behörden teilten in der Nacht mit, dass infolge des Erdbebens mindestens vier Menschen verletzt wurden. Drei von ihnen verletzten sich bei der Flucht aus ihren Häusern, eine weitere Person erlitt eine Panikattacke.
Bei den eingestürzten Häusern handelte es sich demnach um unbewohnte Gebäude. Viele weitere Wohnhäuser erlitten leichte bis moderate Schäden. Teilweise stürzten Decken ein. Mit Ausnahme einer Scheune soll es jedoch keine weiteren komplett zerstörten Gebäude geben.
Die Schadensauswertung läuft weiterhin, um das Ausmaß der Gebäudeschäden zu überprüfen und möglicherweise Evakuierungsempfehlungen auszurufen. Auch aufgrund der aktiven Nachbebenserie mit mehreren Beben um Magnitude 4 haben viele Betroffene die Nacht im Freien verbracht. Der Katastrophenschutz stellte Zelte und Decken bereit.

wird aktualisiert, sobald weitere Infos vorliegen….

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 22. Januar, 20:22 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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