Todesopfer durch Erdbeben in Teheran

Iran – Bei einem starken Erdbeben in der iranischen Hauptstadtprovinz Teheran sind am Donnerstagabend mindestens zwei Personen ums Leben gekommen. Das Epizentrum lag nahe des Ortes Damavand, rund 60 Kilometer vom Zentrum Teherans entfernt. Nach Angaben der iranischen Seismologiebehörde erreichte das Beben Magnitude 5.1. Die Herdtiefe lag bei nur sieben Kilometern.

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In Teheran waren die Erschütterungen deutlich zu spüren und rissen viele Einwohner aus dem Schlaf. Vielerorts brach Panik aus und tausende Menschen flüchteten auf die Straßen. Mehrere Menschen wurden bei der Flucht verletzt.
Auch in Damavand, wo das Beben stark zu spüren war, flüchteten viele Anwohner ins Freie. Auch hier kam es durch die Panik zu zahlreiche Verletzungen. Ein 60-jähriger Mann erlitt so schwere Kopfverletzungen durch einen Sturz, dass er kurz darauf verstarb. Iranische Medien berichteten später von einem zweiten Todesopfer.
Das Beben führte in Damavand zudem zu kleineren Gebäudeschäden. Rettungskräfte berichten von mehreren eingestürzten oder gerissenen Mauern. Mancherorts brach die Stromversorgung zusammen. Auch ein kleiner aber harmloser Erdrutsch wurde beobachtet.

Mehrere Nachbeben erschütterten die Region in der Nacht und verursachten teilweise neue Panik. Das stärkste Nachbeben erreichte Magnitude 3.9.

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Das Erdbeben geht auf tektonische Aktivität zurück. Wahrscheinlich ursächlich ist die Mosha-Störung nördlich von Damavand. Ein Zusammenhang mit dem gleichnamigen Vulkan nördlich der Stadt besteht nicht.

zuletzt bearbeitet um 10:22 Uhr

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 7. Mai, 22:18 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe: 7 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.