Iran – Das dritte und stärkste Erdbeben innerhalb von zwei Tagen hat am Montag die Insel Qeschm in der Straße von Hormus getroffen. Nach Angaben der Iranischen Seismologiebehörde (IRSC) lag das Epizentrum im Osten der Insel, etwa 10 Kilometer von der gleichnamigen Inselhauptstadt entfernt. Das Beben erreichte demnach Magnitude 4.4 und hatte eine Tiefe von knapp 10 Kilometern.
In Qeschm und Nachbarorten gerieten viele Einwohner durch die Erschütterungen in Panik und flüchteten trotz der aktuellen Hitzewelle ins Freie. Lokale Medien (Artikel mit Bildern) berichten von kleineren Schäden an mehreren Wänden sowie von herabgestürzten und zerbrochenen Objekten. Zudem kam es im Bergland im Inselinneren zu Steinschlägen. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Auch in der Hafenstadt Bandar Abbas auf dem iranischen Festland wurde das Beben noch schwach verspürt.
Bereits am Wochenende erschütterten zwei Erdbeben mit jeweils Magnitude 3.7 die Insel. Schäden verursachten diese Erdbeben nicht. Die Provinz Hormozgan im Süden des Iran, zu der auch Qeschm gehört, ist eine der erdbebenreichsten Regionen des Iran. Allein in diesem Jahr kam es bereits zu fünf anderen Beben, die Schäden verursacht haben. Dabei wurden insgesamt knapp 100 Gebäude beschädigt und mindestens drei Menschen verletzt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:
Uhrzeit / Time (CET): 27. Juli, 13:12 Uhr
Magnitude: 4.4
Tiefe / Depth: 10 km
Spürbar / Felt: ja
Schäden erwartet / Damage expected: ja
Opfer erwartet / Casualties expected: nein
Ursprung / Origin: tektonisch
Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys
See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database