Erdbebenschwarm im Süden von Peru

Peru – In der peruanischen Region Tacna haben sich am Wochenende dutzende leichte bis moderate Erdbeben ereignet. Die Epizentren der Beben lagen im dünn besiedelten Nordosten der Region. Viele Epizentren konnten nur sehr ungenau lokalisiert werden. So ergibt sich ein breites Gebiet rund um die Vulkane Cerros Purupuruni und Nevados Gasiri, indem der Schwarm verbreitet ist. Das bisher stärkste Beben am Sonntagmittag wurde vom Peruanischen Erdbebendienst IGP mit Magnitude (ML) 4.3 bestimmt. Das United States Geological Survey (USGS) registrierte innerhalb von 90 Minuten vier Beben mit Magnitude (mb) 4.6 sowie ein weiteres am Samstagabend mit Magnitude 4.3.

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Größtes Beben vom Erdbebenschwarm in Tacna
ShakeMap des stärksten Erdbebens nach Daten des IGP

Insgesamt 25 Beben konnten bis Sonntag, 14 Uhr von verschiedenen Erdbebendiensten lokalisiert werden. Viele, vermutlich hunderte kleinere blieben bisher undetektiert. Über mögliche Schäden wurde bislang nichts bekannt. Die betroffene Provinz Tarata, auf 4000 bis 6000 Metern höhe in den Anden gelegen, ist mit lediglich rund 6000 Einwohnern sehr dünn besiedelt. Entsprechend sind keine größeren Auswirkungen zu erwarten.

Ob der Erdbebenschwarm mit einem der beiden Vulkane in Zusammenhang steht, ist im Moment nicht klar. Weder vom inaktiven Cerros Purupuruni noch vom als aktiv geltenden Nevados Gasiri sind Vulkanausbrüche in historischer Zeit bekannt. Tektonische Erdbebenschwärme hingegen sind, gerade im Süden von Peru, nicht ungewöhnlich. Diese können unter Umständen mehrere Tage und Wochen andauern.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 25. Juli

Magnitude: bis 4.6 (mb)

Tiefe: unbekannt

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: unbekannt

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.