Niederlande – Erneut hat sich in der niederländischen Provinz Groningen am Dienstagabend ein leichtes Erdbeben ereignet. Es ist das stärkste Erdbeben in der Region seit Mai 2019. Nach Angaben des Königlichen Niederländischen Meteorologischen Instituts (KNMI) erreichte das Erdbeben Magnitude 2.7. Das Epizentrum lag nahe des Ortes Loppersum.
Rund um Loppersum wurde das Beben deutlich verspürt. Das KNMI ermittelte eine Bodenbeschleunigung von rund 30cm/s². Infolge ähnlicher Beben kam es in der Vergangenheit immer wieder zu zahlreichen kleinen Gebäudeschäden. Entsprechende Auswirkungen sind auch bei diesem Beben zu erwarten.

Erdbeben in Groningen sind eine Folge der dortigen Erdgasförderung. In den vergangenen Jahren wurden mehrere teils moderate Erdbeben verzeichnet, die tausende Gebäude leicht beschädigten. Besonders betroffen ist die Region östlich von Groningen. Als Konsequenz wurde im Jahr 2015 eine Reduzierung der Fördermenge veranlasst, die 2016 stufenweise verschärft wird. Die letzte Reduzierung fand im Oktober 2017 statt. Seit dem ist die Erdbebenaktivität rückläufig. Spürbare Erdbeben treten dennoch gelegentlich auf. Bis zum Jahr 2030 soll aufgrund der andauernden Erdbeben die Gasförderung komplett eingestellt werden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 14. Juli, 17:18 Uhr

Magnitude: 2.7

Tiefe: 3 km

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: ja

Opfer erwartet / Casualties expected: nein

Ursprung / Origin: induziert (Erdgasförderung)

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).