Leichtes Erdbeben bei Innsbruck

Österreich – Die Region rund um Innsbruck wurde am Freitagmorgen von einem leichten Erdbeben erschüttert. Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) registrierte, ereignete sich das Erdbeben gegen 8 Uhr. Das Epizentrum lag wenige Kilometer südlich von Innsbruck nahe des Ortes Fulpmes. Mit Magnitude 2.7 war das Erdbeben zwar relativ schwach, konnte rund um das Epizentrum aber dennoch deutlich verspürt werden. Schäden infolge der Erschütterungen sind jedoch nicht zu erwarten.
Rund um Innsbruck kommt es immer wieder zu leichten Erdbeben, teils auch in Form kleinerer Erdbebenschwärme. In den vergangenen Tagen ging dem aktuellen Erdbeben ein Schwarm kleiner Erdbeben voraus. Insgesamt 30, das stärkste zuvor mit Magnitude 2.0, registrierte die ZAMG nahe Fulpmes. Es ist möglich, dass der Schwarm auch in den kommenden Tagen andauert und es zu neuen spürbaren Beben kommt.

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Update 8:35 Uhr
Die ZAMG hat das Beben nach manueller Überprüfung der Daten nochmals auf Magnitude 2.8 korrigiert. Da die Auswertung andauert, sind weitere Korrekturen möglich, bis die exakte Stärke und das Epizentrum genau ermittelt werden konnten.

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Zeugenmeldungen
Innsbruck
Im Bett, leichtes Vibrieren (Intensität III)

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Tirol ist eines der erdbebengefährdetsten Bundesländer Österreich. Speziell rund um Innsbruck kommt es immer wieder zu kleinen, teils schwarmartig auftretenden Erdbeben. Nur selten sind diese so stark, dass sie Schäden verursachen. Starke Erdbeben über Magnitude 5.5 mit Gebäudeschäden und Todesopfern traten in den Jahren 1572, 1670 und 1689 auf.

Erst vor rund vier Wochen hat ein Erdbeben der Stärke 4.1 den Westen von Tirol getroffen und dabei zu leichten Schäden geführt.

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 4. September, 8 Uhr

Magnitude: 2.8

Tiefe: 6 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch (Erdbebenschwarm)

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.