Starkes Erdbeben am Baikalsee beschädigt mehrere Gebäude

Russland – Ein relativ starkes Erdbeben hat am Montagabend (MESZ) die westlichste Region des Baikalsees in Sibirien getroffen. Nach vorläufigen Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Erdbeben Magnitude 5.5. Russische Behörden ermittelten zunächst Magnitude 5.6. Das Epizentrum lag demnach nur wenige Kilometer von den nächsten Orten Sljudjanka und Kultuk entfernt. Aufgrund der geringen Herdtiefe des Erdbebens ist entsprechend zu erwarten, dass es dort zu einigen Schäden gekommen ist.

Auch in der Oblast-Hauptstadt Irkutsk rund 70 Kilometer nordöstlich des Epizentrums wurde das Beben noch deutlich verspürt, ebenso wie an vielen Orten rund um den Baikalsee.
Der Baikalsee liegt inmitten einer tektonischen Dehnungszone (Graben), weshalb kleine Beben relativ häufig sind. Das heutige Beben ist eines der stärksten seit Jahren.

Update 22. September 09:13 Uhr
Erste Meldungen aus den Dörfern am Epizentrum besagen, dass der Schaden vergleichsweise gering war. Mancherorts stürzten Schornsteine von Häusern ein. An einigen Gebäuden bildeten sich Risse. Betroffen sind vor allem Kultuk sowie das direkt am Epizentrum gelegene Bystraya. Schwere strukturelle Schäden seien aber bislang nicht gemeldet worden, wie lokale Medien berichten. Auch in der Großstadt Irkutsk kam es zu kleineren Schäden an mehreren Häusern. Bei den Behörden gingen bis zum Morgen rund 1000 Meldungen ein, die zur Zeit noch untersucht werden. Ob es sich bei allen Meldungen um Schäden handelt, ist unklar.
Schwerwiegender seien demnach die Probleme mit der Stromversorgung. Zwischenzeitlich waren mehrere Orte komplett abgeschnitten. Am Morgen nach dem Beben waren noch mehrere hundert Haushalte betroffen.

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 21. September, 20:05 Uhr

Magnitude: 5.3 bis 5.6

Tiefe: ca 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.

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