Straßburg – Neue Erdbeben haben in den vergangenen Stunden den Norden von Straßburg und den angrenzenden deutschen Ort Kehl erschüttert. Wie bereits im Vorjahr gehen diese Erdbeben auf das dortige Geothermie-Kraftwerk zurück. Wie die Universität Straßburg registrierte, ereignete sich das stärkste der Erdbeben am frühen Morgen um 5:39 Uhr. Es erreichte demnach Magnitude 2.7. Eine manuelle Überprüfung der Daten steht noch aus. Auch der Erdbebendienst Südwest registrierte zunächst M2.7.
In den nördlichen Teilen von Straßburg wurde das Erdbeben schwach verspürt, ebenso in Kehl. Schäden infolge des Bebens sind nicht zu erwarten.

Bereits kurz vor Mitternacht kam es zu einem Beben der Stärke 2.1, das direkt am Epizentrum schwach verspürt wurde, allerdings noch nicht in Straßburg. Kleinere Beben folgten in den Stunden danach.

Bereits im vergangenen Herbst gab es aufgrund des Geothermie-Kraftwerks eine Phase erhöhter Erdbebenaktivität rund um Straßburg. Das stärkste Beben dabei erreichte Magnitude 3.0, was zu leichten Schäden an einzelnen Häusern führte.

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Zeugenmeldungen
Rheinau
Wie ein kurzen Schlag / Knall.
Dachbalken knarrten (Intensität IV)

Rheinau
Wie ein heftiger Schlag gegen das Haus. (Intensität III)

Erdbeben Straßburg
Schüttergebiet des Erdbebens bei Straßburg (ShakeMap)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 28. Oktober, 5:39 Uhr

Magnitude: 2.7

Tiefe: 3 km

Maximalintensität (geschätzt): III

Schütterradius (geschätzt): 7 km

Schäden erwartet: nein

Ursprung: induziert (Geothermie)

Lage des Epizentrums


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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt. [contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"]

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).