Starkes Erdbeben erschüttert Island

Island – Ein starkes Erdbeben hat am Dienstagnachmittag weite Teile von Island erschüttert. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach vorläufigen Lokalisierungen vom Geoforschungszentrum Potsdam südwestlich von Reykjavik. Das Beben erreichte demnach Magnitude 5.4. Es traf die Region, die in den vergangenen Monaten bereits aufgrund magmatischer Intrusionen unterhalb des Vulkans Reykjanes teils massive Erdbebenschwärme erlebte.

Die private Erdbebenserie ALomax ermittelte für das Beben Magnitude (Mw) 5.7. Damit wäre es eines der stärksten Erdbeben in Island im 21. Jahrhundert bisher. Daten der Isländischen Meteorologiebehörde IMO liegen zur Zeit nicht vor, da die Website (mutmaßlich wegen hoher Zugriffszahlen) zusammengebrochen ist.
In Reykjavik und Umgebung war das Erdbeben heute deutlich zu spüren. Besonders stark war es in den kleinen Orten nahe des Epizentrums. Dort muss mit kleineren Schäden gerechnet werden.

Update 16 Uhr
Die isländische Meteorologiebehörde ermittelte ebenfalls Magnitude 5.7 und lokalisiert das Epizentrum 30 Kilometer südwestlich von Reykjavik nahe der vulkanischen Riftzone Krysuvik. Über einen möglichen Zusammenhang mit den Erdbebenschwärmen früher in diesem Jahr gibt es noch keine Daten. Die Reykjanes-Halbinsel gehört auch ohne vulkanische Aktivität zu den aktivsten Erdbebenregionen Europas.

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FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 20. Oktober, 15:43 Uhr

Magnitude: 5.4

Tiefe / Depth:

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: ja

Opfer erwartet / Casualties expected: nein

Ursprung / Origin: vulkanotektonisch

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

Erdbebennews hat den Betrieb zum 19. Juli 2021 eingestellt. Zeugenmeldungen werden nicht mehr entgegengenommen.