Startseite » Niederlande » Leichtes Erdbeben (M3.4) nahe Groningen, Niederlande

ShakeMap M3.4 am 14.11.2025 1:16 nahe Groningen, Niederlande

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 3.4
Zeit: 14.11.2025 1:16 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 3 km
Ursprung: induziert (Erdgasförderung)
Region(en): Niederlande
Datenquelle(n): KNMI

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 6.0. Potenziell spürbar für etwa 261 Tsd Menschen.
kaum spürbar (2)
187k
schwach (3)
46k
deutlich (4)
23k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
5k
stark (6), leichte Schäden möglich
101
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–1 sowie 0–1 Verletzten.

Todesopfer
0–1

Verletzte
0–1

Vertriebene
0–1

Schwer beschädigte Gebäude
0–1

Leicht beschädigte Gebäude
4–200

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 14.11.2025 1:16 ereignete sich nahe Groningen, Niederlande ein Erdbeben der Magnitude 3.4 in 3 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 6.0. Das Beben war vermutlich für bis zu 261 Tsd Menschen spürbar. Kleinräumig sind leichte Gebäudeschäden möglich – widerstandsfähigere Bauweisen verringern das Risiko. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Das stärkste Erdbeben in Groningen seit mehreren Jahren hat in der Nacht zu Freitag den Norden der Niederlande erschüttert. Der Erdbebendienst KNMI lokalisierte das Epizentrum nahe Zeerijp und ermittelte eine Magnitude von 3.4. Viele Menschen in der Region spürten die Erschütterungen deutlich. Daten des engmaschigen Messnetzes zeigen maximale Bodenbeschleunigungen von etwa 8 % g und Schwinggeschwindigkeiten bis 3 cm/s – Werte, die einer beobachteten Intensität von V bis VI entsprechen und somit leichte Gebäudeschäden möglich machen.

Das aktuelle induzierte Erdbeben steht klar im Zusammenhang mit der jahrzehntelangen Gasförderung in Groningen. Durch den Entzug großer Gasmengen hat sich der Untergrund über weite Flächen abgesenkt, wodurch in Sediment- und Festgesteinsschichten Spannungen aufgebaut wurden. Diese Spannungen entladen sich immer wieder in Form kleinerer bis mittelstarker Beben. Obwohl die Produktion inzwischen beendet wurde, reagiert der Untergrund nur verzögert: Druckänderungen wirken langfristig nach, sodass auch Jahre nach dem Förderende weiterhin Erdbeben auftreten können.

Zuletzt ereignete sich im Mai 2019 ein Erdbeben gleicher Stärke. Damals gingen bei der zuständigen Schlichtungsstelle 4 832 Schadensmeldungen ein. Ob es sich jeweils um Gebäude- oder Inventarschäden handelte, blieb im Einzelfall offen. Zusätzlich tragen die großflächigen Bodensenkungen zur Schadensentwicklung bei: Viele Betroffene entdecken Risse oder Setzungen erst nach einem Erdbeben und schreiben sie dann dem aktuellen Ereignis zu.

Statistik: Keine Auswertung möglich, da keine starken historischen Ereignisse im Katalog vorliegen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Appingedam Niederlande 5 12400 6.3 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Loppersum Niederlande 5 2400 2.5 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Middelstum Niederlande 4 2100 8.8 deutlich spürbar
Spijk Niederlande 4 1200 6.3 deutlich spürbar
Farmsum Niederlande 4 2200 10.6 deutlich spürbar
Delfzijl Niederlande 4 28600 9.8 deutlich spürbar
Bedum Niederlande 3 7800 12.6 leicht spürbar
Groningen Niederlande 2 181200 19.9 kaum spürbar
Korrewegwijk Niederlande 2 16700 18.8 kaum spürbar
Helpman Niederlande 2 6000 21.1 kaum spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.