Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–1 sowie 0–1 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 14.11.2025 1:16 ereignete sich nahe Groningen, Niederlande ein Erdbeben der Magnitude 3.4 in 3 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 6.0. Das Beben war vermutlich für bis zu 261 Tsd Menschen spürbar. Kleinräumig sind leichte Gebäudeschäden möglich – widerstandsfähigere Bauweisen verringern das Risiko. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Das stärkste Erdbeben in Groningen seit mehreren Jahren hat in der Nacht zu Freitag den Norden der Niederlande erschüttert. Der Erdbebendienst KNMI lokalisierte das Epizentrum nahe Zeerijp und ermittelte eine Magnitude von 3.4. Viele Menschen in der Region spürten die Erschütterungen deutlich. Daten des engmaschigen Messnetzes zeigen maximale Bodenbeschleunigungen von etwa 8 % g und Schwinggeschwindigkeiten bis 3 cm/s – Werte, die einer beobachteten Intensität von V bis VI entsprechen und somit leichte Gebäudeschäden möglich machen.
Das aktuelle induzierte Erdbeben steht klar im Zusammenhang mit der jahrzehntelangen Gasförderung in Groningen. Durch den Entzug großer Gasmengen hat sich der Untergrund über weite Flächen abgesenkt, wodurch in Sediment- und Festgesteinsschichten Spannungen aufgebaut wurden. Diese Spannungen entladen sich immer wieder in Form kleinerer bis mittelstarker Beben. Obwohl die Produktion inzwischen beendet wurde, reagiert der Untergrund nur verzögert: Druckänderungen wirken langfristig nach, sodass auch Jahre nach dem Förderende weiterhin Erdbeben auftreten können.
Zuletzt ereignete sich im Mai 2019 ein Erdbeben gleicher Stärke. Damals gingen bei der zuständigen Schlichtungsstelle 4 832 Schadensmeldungen ein. Ob es sich jeweils um Gebäude- oder Inventarschäden handelte, blieb im Einzelfall offen. Zusätzlich tragen die großflächigen Bodensenkungen zur Schadensentwicklung bei: Viele Betroffene entdecken Risse oder Setzungen erst nach einem Erdbeben und schreiben sie dann dem aktuellen Ereignis zu.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Appingedam | Niederlande | 5 | 12400 | 6.3 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Loppersum | Niederlande | 5 | 2400 | 2.5 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Middelstum | Niederlande | 4 | 2100 | 8.8 | deutlich spürbar |
| Spijk | Niederlande | 4 | 1200 | 6.3 | deutlich spürbar |
| Farmsum | Niederlande | 4 | 2200 | 10.6 | deutlich spürbar |
| Delfzijl | Niederlande | 4 | 28600 | 9.8 | deutlich spürbar |
| Bedum | Niederlande | 3 | 7800 | 12.6 | leicht spürbar |
| Groningen | Niederlande | 2 | 181200 | 19.9 | kaum spürbar |
| Korrewegwijk | Niederlande | 2 | 16700 | 18.8 | kaum spürbar |
| Helpman | Niederlande | 2 | 6000 | 21.1 | kaum spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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