Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 500–3k sowie 2k–11k Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 21.11.2025 5:38 ereignete sich nahe Dhaka, Bangladesch ein Erdbeben der Magnitude 5.5 in 10 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 8.6. Das Beben war vermutlich für bis zu 186,6 Mio Menschen spürbar. Nahe des Epizentrums sind schwere Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Das Epizentrum des Erdbebens lag knapp außerhalb der Hauptstadt Dhaka. Nach USGS-Auswertungen lag die Tiefe des Bebens bei nur wenigen Kilometern. Entsprechend waren die Erschütterungen nahe des Epizentrums sehr stark. Bedingt durch die meist nur mäßig-sichere Bauweise, der weichen Flusssedimente und der extrem hohen Bevölkerungsdichte sind große Schäden möglich. Das Erdbebennews-Schadenssmodell rechnet zudem mit einer hohen Opferzahl. Alle weiteren Infos im Live-Ticker. Drei Passanten starben in der Innenstadt von Dhaka (Bangshal), als die Fassade eines Hochhauses einstürzte. Während des Erdbebens kam es vielerorts in Dhaka zu panischen Szenen und Menschen flüchteten aus den Gebäuden. Teilweise sprangen dabei Personen aus Fenstern oder Balkonen. An der Universität in Dhaka sind zwei Personen durch diesen Sprung ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt. In Armanitola im Süden von Dhaka kamen beim Einsturz eines Gebäudes mindestens drei Menschen ums Leben. Aus dem Großraum Dhaka gibt es inzwischen Meldungen über mehrere eingestürzte Gebäude, sowohl in Dhaka selbst als auch in umliegenden Städten. Über Facebook wurden zudem einige Videos verbreitet, die gekippte Hochhäuser zeigen. Auch Meldungen über Todesopfer wurden dort bereits verbreitet, die aber bisher nicht bestätigt sind. Behörden sprechen bisher von mehreren Verletzten. Allerdings ist die Situation bisher sehr unübersichtlich. Das United States Geological Survey (USGS) ermittelte Magnitude 5.5 und verortet das Erdbeben rund 20 Kilometer nordöstlich von Dhaka. Die Region ist extrem dicht besiedelt. Zur Tiefe des Erdbebens gibt es keine exakten Daten. Der fixierte Wert 10 Kilometer spricht in der Region für einen sehr oberflächennahen Erdbebenherd. Beben, die nahe an der Oberfläche stattfinden, haben meist eine höhere Intensität und sind daher zerstörerischer. Hinzu kommen die weichen Flusssedimente, auf denen ein Großteil der Region erbaut ist. Diese führen ebenfalls zu einer Verstärkung von Erdbebenwellen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es zu großen Schäden und Zerstörungen kommt. Das Erdbebennews-Schadensmodell geht von bis zu 3000 Todesopfern und hunderttausenden beschädigten Gebäuden aus. Auch das Schadensmodell PAGER des USGS ist besorgniserregend. Dieses sieht ebenfalls eine hohe Wahrscheinlichkeit von 100 bis 1000 Todesopfern.
Drei Tote in Bangshal
Tote durch Panik an der Universität
Drei Tote in Armanitola
Viele Gebäude eingestürzt
Erdbeben bei Dhaka: Übersicht
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Dhaka, Bangladesch? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 206 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 5.5 in dieser Region statistisch alle 3.8 Jahre vor.
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 23.3%; innerhalb von zehn Jahren bei 92.9%.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Nārāyanganj | Bangladesch | 7 | 223600 | 32.0 | mäßige Schäden möglich |
| Sonārgaon | Bangladesch | 7 | 130000 | 27.3 | mäßige Schäden möglich |
| Narsingdi | Bangladesch | 7 | 281100 | 14.5 | mäßige Schäden möglich |
| Tungi | Bangladesch | 7 | 337600 | 18.0 | mäßige Schäden möglich |
| Paltan | Bangladesch | 7 | 184500 | 24.2 | mäßige Schäden möglich |
| Dhaka | Bangladesch | 6 | 10356500 | 26.8 | leichte Schäden möglich |
| Agartala | Indien | 5 | 203300 | 71.6 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Comilla | Bangladesch | 5 | 389400 | 78.2 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Nāgarpur | Bangladesch | 5 | 238400 | 73.7 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Bagerhat | Bangladesch | 4 | 266400 | 159.0 | deutlich spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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