Startseite » Deutschland » Kleines Erdbeben (M0.9) nördlich von Göttingen

ShakeMap M0.9 am 15.02.2026 23:41 nahe Nörten-Hardenberg

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 0.9
Zeit: 15.02.2026 23:41 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 8.1 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Deutschland
Datenquelle(n): TSN

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 0.4. Nicht spürbar.
kaum spürbar (2)
0
schwach (3)
0
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Zusammenfassung

Am 15.02.2026 23:41 ereignete sich nahe Nörten-Hardenberg ein Erdbeben der Magnitude 0.9 in 8 km Tiefe. Die berechneten Intensitäten lagen unter der Spürbarkeitsgrenze. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Das Erdbeben war zwar nur sehr klein, ist aber vor allem wegen seines Epizentrums besonders. Es handelt sich um das erste jemals im Raum Göttingen - Northeim registrierte Erdbeben überhaupt. Im offiziellen Deutschen Erdbebenkatalog gibt es zwei Erdbeben im 20. Jahrhundert am Westrand des Harzes nördlich von Northeim, wobei es sich vermutlich um induzierte Erdbeben durch früheren Bergbau handelt.

Die Region Südniedersachsen ist seismologisch kaum überwacht. Lediglich in Göttingen selbst findet sich eine seismologische Station, die auch eine sehr lange Traition aufweist. Dieses Beben bei Nörten-Hardenberg konnte aber vor allem aufgrund der in den letzten Jahren verbesserten seismologischen Abdeckung in Thüringen detektiert werden. Daher handelt es sich zwar um das erste jemals dort registrierte Beben, aber es ist fraglich, ob ein solches Beben vor 10 Jahren überhaupt detektierbar gewesen wäre.

Geologisch ist das Erdbeben wahrscheinlich dem Leinetal-Graben zuzuordnen. Dabei handelt es sich um eine tektonische Schwächezone, die in den letzten 100 Millionen Jahren entstanden ist, aber nicht mehr als aktiv gilt. Solch alte, inaktive Störungszonen sind weiterhin Schwächezonen, sodass dennoch langfristig aufgebaute Spannungen großräumiger geologischer Prozesse in Form kleiner Erdbeben abgebaut werden können.

Statistik: Keine statistische Auswertung möglich, da keine historischen Ereignisse vorliegen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Katlenburg-Lindau Deutschland 0 7600 11.5 nicht spürbar
Seeburg Deutschland 0 1600 14.9 nicht spürbar
Ebergötzen Deutschland 0 1900 12.1 nicht spürbar
Krebeck Deutschland 0 1100 12.0 nicht spürbar
Moringen Deutschland 0 7500 9.9 nicht spürbar
Göttingen Deutschland 0 122100 10.7 nicht spürbar
Northeim Deutschland 0 30900 9.1 nicht spürbar
Bovenden Deutschland 0 14000 5.2 nicht spürbar
Rosdorf Deutschland 0 11800 14.9 nicht spürbar
Hardegsen Deutschland 0 8600 9.3 nicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Achim · 2026-02-15T22:41:00+00:00
Bishausen b. Nörten

Keine Wahrnehmung

ArnoNym · Intensität: III · 2026-02-15T22:41:00+00:00
Bishausen

Laut wahrnehmbares Grollen, welches man mit einem sehr tief fliegenden Flugzeug verwechseln könnte, welches sich langsam nähert.

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Detaillierte Fragebogen zur wissenschaftlichen Auswertung. Dauert nur wenige Minuten. Hier ausklappen und ausfüllen. (optional)

Diese Angaben werden nicht veröffentlicht und zur Bestimmung der Erdbeben-Intensität an deinem Ort genutzt. Dies dient vor allem wissenschaftlichen Zwecken.

Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung (EMS-98 Personenwahrnehmung)
Drinnen gespürt



Draußen gespürt



Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden (EMS-98 Schadenstufen)
Subjektive Stärke (optional)


Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).

Ein Gedanke zu „Kleines Erdbeben (M0.9) nördlich von Göttingen“
  1. Ich habe zu diesem Zeitpunkt mit Kopfhörern am PC gesessen und Podcast gehört. Im Potcast haben sie ruhig und ohne Hintergeräusche geredet. Ich bin mir nicht 100% sicher, ein poltern in der Wohnung gehört zu haben und dachte mir, „was haben die zwei Katzen um,- oder runter geschmissen oder Ähnliches“, die lagen aber ruhig auf ihren Plätzen und schliefen. Möglich hängt es nicht mit dem Ereignis zusammen, aber das Geräusch war deutlich in der Wohnung und nicht im Potcast.

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