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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 22.02.2026 17:57 ereignete sich nahe Sabah, Malaysia ein Erdbeben der Magnitude 7.1 in 620 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 3.4. Das Beben war vermutlich für bis zu 97,6 Mio Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Schweres aber sehr tiefes Erdbeben in der malayischen Region Sabah im Norden der Insel Borneo (Kalimantan). Laut USGS-Angaben erreichte das Beben eine Magnitude von 7.1, womit es das stärkste jemals registrierte Erdbeben in Malaysia ist. Es handelte sich jedoch um ein sehr tiefes Erdbeben. Der Herd lag im Erdmantel, rund 620 Kilometer unter der Erdoberfläche. Von Erdbeben dieser Tiefe geht in der Regel keine Gefahr aus. Die Erschütterungen sidn auf dem Weg zur Oberfläche so stark abgedämpft, dass sie nur noch schwach spürbar sind. Jedoch kommen einige weitere, besondere Effekte hinzu.
So wurde das Erdbeben zumindest lokal sehr weit verspürt. Einzelne Wahrnehmungsmeldungen kommen aus vielen Großstädten Südostasiens, darunter Bangkok (Thailand), Phnom Penh (Kambodscha) und Cebu (Philippinen). Dort wurde das Beben als lang anhaltendes, leichtes Schwanken in höheren Gebäuden wahrgenommen. Bei solchen Distanzen zum Erdbebenherd sind Erdbebenwellen sehr langwellig. Nnders als kurzwellige, bzw. hochfrequente Erdbebenwellen oberflächennaher Beben, sind diese nicht zerstörerisch und für Menschen direkt auf der Erdoberfläche kaum wahrnehmbar. Jedoch können sie mehrgeschossige Gebäude zum Schwingen anregen und so wahrnehmbar werden. Zu Schäden führt dies nur bei extrem starken Beben. Dies ist hier nicht der Fall.
Nennenswerte Nachbebenaktivität ist nicht zu erwarten. Das Erdbeben entstand in einem ehemaligen Stück der Pazifischen Platte, die vor Jahrmillionen vor der Ostküste der heutigen Philippinen in
den Erdmantel abgetaucht und immer weiter abgesunken ist. In hunderten Kilometern Tiefe kommt es durch Druck und Temperatur zu geochemischen Prozessen, die das Gestein brüchig machen. Es bilden sich Schwächezonen, wo es durch den Druck des umliegenden Gestein zu teils sehr großen Erdbeben kommen kann. Solch tiefe Erdbeben kommen nur hinter Subduktionszonen vor, wo ozeanische Erdkruste in den Erdmantel herabsinkt. Der Nordosten von Malaysia mit angrenzenden Gebieten der Sulusee ist einer der Orte, wo sich in großer Tiefe ein solches, brüchiges Stück ehemaliger Erdkruste befindet.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Sabah, Malaysia? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 500 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 7.1 in dieser Region, die im obrigen Kartenausschnitt gezeigt ist, statistisch mehrmals pro Jahr vor. Dabei berücksichtigt sind neben Malaysia auch seismisch aktivere Nachbarländer wie Indonesien oder die Philippinen.
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 73.4%; innerhalb von zehn Jahren bei 100.0%.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Limbang | Malaysia | 3 | 26200 | 269.2 | leicht spürbar |
| Lourdes | Philippinen | 3 | 11200 | 1021.4 | leicht spürbar |
| Locmayan | Philippinen | 3 | 2000 | 797.6 | leicht spürbar |
| Balagtas | Philippinen | 3 | 59800 | 1016.6 | leicht spürbar |
| Tolosa | Philippinen | 3 | 2700 | 652.1 | leicht spürbar |
| Chaozhou | China | 2 | 1750900 | 1862.2 | kaum spürbar |
| Surabaya | Indonesien | 2 | 2374700 | 1604.9 | kaum spürbar |
| Quezon City | Philippinen | 2 | 2761700 | 1010.9 | kaum spürbar |
| Haikou | China | 2 | 2873400 | 1596.1 | kaum spürbar |
| Huizhou | China | 2 | 2900100 | 1812.6 | kaum spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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