Startseite » Deutschland » Kleines Erdbeben (M1.3) in Herten

ShakeMap M1.3 am 03.03.2026 02:59 in Herten

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 1.3
Zeit: 03.03.2026 02:59 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 1 km
Ursprung: induziert (Bergbau / Grubenwasseranstieg)
Region(en): Deutschland
Datenquelle(n): Erdbebennews

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ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 2.8. Potenziell spürbar für etwa 11,4 Tsd Menschen.
kaum spürbar (2)
11k
schwach (3)
0
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 03.03.2026 02:59 ereignete sich in Herten ein Erdbeben der Magnitude 1.3 in 1 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 2.8. Das Beben war vermutlich für bis zu 11,4 Tsd Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Ortungen von Erdbebennews im Norden von Herten nahe der Stadtteile Langebochum und Westerholt. Mit einer Magnitude von 1,3 und sehr geringer Herdtiefe bewegt sich das Beben im Bereich der Spürbarkeitsschwelle. Vereinzelt können Erschütterungen in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum wahrgenommen werden. Schäden sind bei dieser Stärke nicht zu erwarten.

Das Erdbeben steht sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem historischen Steinkohlebergbau. Bereits während der aktiven Förderphase an den Zechen Schlägel und Eisen sowie Ewald, deren Betrieb um 2000 bzw. 2001 endete, kam es wiederholt zu spürbaren Erschütterungen. Der untertägige Abbau veränderte die Spannungsverhältnisse im Gebirge. Entlang bestehender Störungszonen bauten sich Spannungen auf, die sich in Form kleinerer Erdbeben entluden.

Ansteigendes Grubenwasser beeinflusst Spannungsverhältnisse

Auch nach dem Ende des Bergbaus bleibt das Gebirge im Bereich ehemaliger Abbaue langfristig in einem veränderten Spannungszustand. Mit dem seit Jahren kontrollierten Anstieg des Grubenwassers und der schrittweisen Flutung alter Grubenbaue verändern sich die Bedingungen erneut. Steigender Porenwasserdruck kann die effektive Gesteinsfestigkeit verringern und vorhandene Störungsflächen reaktivieren. Dadurch werden kleinere Erdbeben begünstigt.

In den vergangenen Jahren kam es im Ruhrgebiet mehrfach zu solchen bergbauinduzierten Erdbeben. Das stärkste zuletzt war ein deutlich spürbares Erdbeben der Magnitude 2.0 im vergangenen Herbst bei Gelsenkirchen. Zudem wurden kleinere, nicht spürbare Beben unter anderem in Essen und Herne registriert.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Dorsten Deutschland 0 80000 11.0 nicht spürbar
Herne Deutschland 0 172100 11.9 nicht spürbar
Bochum-Hordel Deutschland 0 380000 13.4 nicht spürbar
Marl Deutschland 0 91400 4.9 nicht spürbar
Bochum Deutschland 0 385700 16.6 nicht spürbar
Gelsenkirchen Deutschland 0 270000 12.0 nicht spürbar
Oberhausen Deutschland 0 219200 22.4 nicht spürbar
Recklinghausen Deutschland 0 122400 6.6 nicht spürbar
Bottrop Deutschland 0 119900 15.6 nicht spürbar
Castrop-Rauxel Deutschland 0 77900 15.8 nicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Anonym · Intensität: 3 · 2026-03-03T01:59:00+00:00
Herten westerholt

Ich habe das Erdbeben erst als Albtraum wahrgenommen, dachte ich wurde im Traum geschüttelt.

Blubb · 2026-03-03T02:59:00+00:00
Recklinghausen

Ruckeln

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung (EMS-98 Personenwahrnehmung)
Drinnen gespürt



Draußen gespürt



Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden (EMS-98 Schadenstufen)
Subjektive Stärke (optional)


Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).

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