Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 03.03.2026 02:59 ereignete sich in Herten ein Erdbeben der Magnitude 1.3 in 1 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 2.8. Das Beben war vermutlich für bis zu 11,4 Tsd Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Ortungen von Erdbebennews im Norden von Herten nahe der Stadtteile Langebochum und Westerholt. Mit einer Magnitude von 1,3 und sehr geringer Herdtiefe bewegt sich das Beben im Bereich der Spürbarkeitsschwelle. Vereinzelt können Erschütterungen in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum wahrgenommen werden. Schäden sind bei dieser Stärke nicht zu erwarten.
Das Erdbeben steht sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem historischen Steinkohlebergbau. Bereits während der aktiven Förderphase an den Zechen Schlägel und Eisen sowie Ewald, deren Betrieb um 2000 bzw. 2001 endete, kam es wiederholt zu spürbaren Erschütterungen. Der untertägige Abbau veränderte die Spannungsverhältnisse im Gebirge. Entlang bestehender Störungszonen bauten sich Spannungen auf, die sich in Form kleinerer Erdbeben entluden.
Ansteigendes Grubenwasser beeinflusst Spannungsverhältnisse
Auch nach dem Ende des Bergbaus bleibt das Gebirge im Bereich ehemaliger Abbaue langfristig in einem veränderten Spannungszustand. Mit dem seit Jahren kontrollierten Anstieg des Grubenwassers und der schrittweisen Flutung alter Grubenbaue verändern sich die Bedingungen erneut. Steigender Porenwasserdruck kann die effektive Gesteinsfestigkeit verringern und vorhandene Störungsflächen reaktivieren. Dadurch werden kleinere Erdbeben begünstigt.
In den vergangenen Jahren kam es im Ruhrgebiet mehrfach zu solchen bergbauinduzierten Erdbeben. Das stärkste zuletzt war ein deutlich spürbares Erdbeben der Magnitude 2.0 im vergangenen Herbst bei Gelsenkirchen. Zudem wurden kleinere, nicht spürbare Beben unter anderem in Essen und Herne registriert.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Dorsten | Deutschland | 0 | 80000 | 11.0 | nicht spürbar |
| Herne | Deutschland | 0 | 172100 | 11.9 | nicht spürbar |
| Bochum-Hordel | Deutschland | 0 | 380000 | 13.4 | nicht spürbar |
| Marl | Deutschland | 0 | 91400 | 4.9 | nicht spürbar |
| Bochum | Deutschland | 0 | 385700 | 16.6 | nicht spürbar |
| Gelsenkirchen | Deutschland | 0 | 270000 | 12.0 | nicht spürbar |
| Oberhausen | Deutschland | 0 | 219200 | 22.4 | nicht spürbar |
| Recklinghausen | Deutschland | 0 | 122400 | 6.6 | nicht spürbar |
| Bottrop | Deutschland | 0 | 119900 | 15.6 | nicht spürbar |
| Castrop-Rauxel | Deutschland | 0 | 77900 | 15.8 | nicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
Ich habe das Erdbeben erst als Albtraum wahrgenommen, dachte ich wurde im Traum geschüttelt.
Ruckeln
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