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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–1 sowie 0–1 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 04.03.2026 07:05 ereignete sich aam Ätna, Italien ein Erdbeben der Magnitude 4.5 in 4 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 6.8. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,2 Mio Menschen spürbar. Kleinräumig sind leichte Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Kräftiges Erdbeben am Südhang des italienischen Vulkans Ätna. Nach geprüften Auswertungen des Italienischen Erdbebendienstes (INGV) erreichte das Beben Magnitude 4.5. Die Erschütterungen waren bis in die nahe gelegene Stadt Catania zu spüren. Mit einer Herdtiefe von nur 3.8 Kilometern war das Erdbeben sehr oberflächennah. Somit besteht für die Dörfer in unmittelbarer Nähe ein gewisses Schadenspotential.
Ätna berüchtigt für Gefahr durch mäßige, aber sehr flache Erdbeben
Der Ätna ist zwar ein häufig aktiver Vulkan, der durch Aschewolken in der jüngeren Vergangenheit häufig lokalen Einfluss hatte. Die größte Gefahr des Vulkans geht jedoch von seiner Erdbebenaktivität aus. Er ist bekannt für sehr oberflächennahe Erdbeben, die an den besiedelten Hängen des Berges schon bei relativ geringer Magnitude erhebliche Schäden verursachen. Grund für diese Erdbeben ist die kontinuierliche Verformung des Vulkans durch magmatische Prozesse, aber auch langsamen Abrutschen mancher Hänge. Dies baut Spannungen an oberflächliche Störungszonen auf, die dann zu mäßigen, aber zerstörerischen Erdbeben führen. Zahlreiche solcher Fälle sind aus der Vergangenheit bekannt, wo Beben um Magnitude 4 ganze Dörfer zerstörten.
Das heutige Erdbeben scheint nicht direkt auf eine solche oberflächliche Störungen zurückzuführen. Erste seismologische Analysen des INGV zeigen einen extrem geringen Anteil (28%) von Scherkomponenten. Normale Erdbeben an Störungen haben einen Wert nahe 100%. Zudem lag der Herd fast 5 km unter der Oberfläche - die Höhe des Berges miteingerechnet. Dies deutet eher auf magmatische Prozesse im bereich einer tiefer reichenden Störungszone hin. Dies könnte sich kurzfristig auf die vulkanische Aktivität auswirken. Dennoch: Eine starke Intensität ist nach dem Erdbebennews-Modell (siehe oben) noch immer zu erwarten. Somit drohen in umliegenden Dörfern einige, überwiegend leichte Schäden.
Update 9:40 Uhr: Im Dorf Ragalna wurden mehrere Gebäude leicht beschäigt, darunter auch das Rathaus der Stadt. An einem Gebäude stürzte eine unbefestigte Mauer teilweise ein. Verletzte werden bislang nicht gemeldet.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben am Ätna, Italien? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 89 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 4.5 in dieser Region statistisch alle 2.1 Jahre vor.
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 38.2%; innerhalb von zehn Jahren bei 99.2%.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Biancavilla | Italien | 6 | 23200 | 4.8 | leichte Schäden möglich |
| Santa Maria di Licodia | Italien | 6 | 6800 | 4.6 | leichte Schäden möglich |
| Ragalna | Italien | 6 | 3300 | 3.1 | leichte Schäden möglich |
| Paternò | Italien | 5 | 46000 | 9.6 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Nicolosi | Italien | 5 | 7100 | 10.1 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Adrano | Italien | 5 | 34400 | 7.8 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Mascalucia | Italien | 5 | 29900 | 14.3 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Catania | Italien | 4 | 290900 | 22.2 | deutlich spürbar |
| Bronte | Italien | 4 | 18400 | 17.0 | deutlich spürbar |
| San Giovanni la Punta | Italien | 4 | 22000 | 17.5 | deutlich spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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