Startseite » Italien » Kräftiges Erdbeben (M4.5) am Ätna, Italien – Leichte Schäden in Ragalna

ShakeMap M4.5 am 04.03.2026 07:05 am Ätna, Italien

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 4.5
Zeit: 04.03.2026 07:05 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 3.8 km
Ursprung: vulkano-tektonisch
Region(en): Italien
Datenquelle(n): INGV

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 6.8. Potenziell spürbar für etwa 1,2 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
235k
schwach (3)
297k
deutlich (4)
552k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
136k
stark (6), leichte Schäden möglich
4k
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–1 sowie 0–1 Verletzten.

Todesopfer
0–1

Verletzte
0–1

Vertriebene
0–1

Schwer beschädigte Gebäude
0–1

Leicht beschädigte Gebäude
0–9

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 04.03.2026 07:05 ereignete sich aam Ätna, Italien ein Erdbeben der Magnitude 4.5 in 4 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 6.8. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,2 Mio Menschen spürbar. Kleinräumig sind leichte Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Kräftiges Erdbeben am Südhang des italienischen Vulkans Ätna. Nach geprüften Auswertungen des Italienischen Erdbebendienstes (INGV) erreichte das Beben Magnitude 4.5. Die Erschütterungen waren bis in die nahe gelegene Stadt Catania zu spüren. Mit einer Herdtiefe von nur 3.8 Kilometern war das Erdbeben sehr oberflächennah. Somit besteht für die Dörfer in unmittelbarer Nähe ein gewisses Schadenspotential.

Ätna berüchtigt für Gefahr durch mäßige, aber sehr flache Erdbeben

Der Ätna ist zwar ein häufig aktiver Vulkan, der durch Aschewolken in der jüngeren Vergangenheit häufig lokalen Einfluss hatte. Die größte Gefahr des Vulkans geht jedoch von seiner Erdbebenaktivität aus. Er ist bekannt für sehr oberflächennahe Erdbeben, die an den besiedelten Hängen des Berges schon bei relativ geringer Magnitude erhebliche Schäden verursachen. Grund für diese Erdbeben ist die kontinuierliche Verformung des Vulkans durch magmatische Prozesse, aber auch langsamen Abrutschen mancher Hänge. Dies baut Spannungen an oberflächliche Störungszonen auf, die dann zu mäßigen, aber zerstörerischen Erdbeben führen. Zahlreiche solcher Fälle sind aus der Vergangenheit bekannt, wo Beben um Magnitude 4 ganze Dörfer zerstörten.

Das heutige Erdbeben scheint nicht direkt auf eine solche oberflächliche Störungen zurückzuführen. Erste seismologische Analysen des INGV zeigen einen extrem geringen Anteil (28%) von Scherkomponenten. Normale Erdbeben an Störungen haben einen Wert nahe 100%. Zudem lag der Herd fast 5 km unter der Oberfläche - die Höhe des Berges miteingerechnet. Dies deutet eher auf magmatische Prozesse im bereich einer tiefer reichenden Störungszone hin. Dies könnte sich kurzfristig auf die vulkanische Aktivität auswirken. Dennoch: Eine starke Intensität ist nach dem Erdbebennews-Modell (siehe oben) noch immer zu erwarten. Somit drohen in umliegenden Dörfern einige, überwiegend leichte Schäden.

Update 9:40 Uhr: Im Dorf Ragalna wurden mehrere Gebäude leicht beschäigt, darunter auch das Rathaus der Stadt. An einem Gebäude stürzte eine unbefestigte Mauer teilweise ein. Verletzte werden bislang nicht gemeldet.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben am Ätna, Italien? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 89 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 4.5 in dieser Region statistisch alle 2.1 Jahre vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 38.2%; innerhalb von zehn Jahren bei 99.2%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Biancavilla Italien 6 23200 4.8 leichte Schäden möglich
Santa Maria di Licodia Italien 6 6800 4.6 leichte Schäden möglich
Ragalna Italien 6 3300 3.1 leichte Schäden möglich
Paternò Italien 5 46000 9.6 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Nicolosi Italien 5 7100 10.1 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Adrano Italien 5 34400 7.8 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Mascalucia Italien 5 29900 14.3 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Catania Italien 4 290900 22.2 deutlich spürbar
Bronte Italien 4 18400 17.0 deutlich spürbar
San Giovanni la Punta Italien 4 22000 17.5 deutlich spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Diese Angaben werden nicht veröffentlicht und zur Bestimmung der Erdbeben-Intensität an deinem Ort genutzt. Dies dient vor allem wissenschaftlichen Zwecken.

Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung (EMS-98 Personenwahrnehmung)
Drinnen gespürt



Draußen gespürt



Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden (EMS-98 Schadenstufen)
Subjektive Stärke (optional)


Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).

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