Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 03.03.2026 18:30 ereignete sich nahe Bad Krozingen ein Erdbeben der Magnitude 2.3 in 10 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 2.7. Das Beben war vermutlich für bis zu 44,9 Tsd Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Das Epizentrum des Erdbebens lag nach vorläufigen Angaben im Ortsteil Tunsel südlich des Zentrums von Bad Krozingen. Automatische Registrierungen des Erdbebendienstes Südwest ergeben Magnitude 2.3. Diese Daten können nach manueller Prüfung leicht korrigiert werden.
Das Beben wurde nach Erdbebennews-Berechnungen im Umfeld des Epizentrums schwach verspürt. Neben Bad Krozingen wurden die stärksten Intensitäten wohl in Hartheim registriert. Richtung Schwarzwald dürfte das Beben vor allem als leichtes Grollen wahrgenommen worden sein. Bereits vor zwei Tagen kam es bei Kippenheim nördlich von Freiburg zu einem Beben der Stärke 2.5, das verbreitet leicht verspürt wurde. Beide Beben hängen nicht direkt miteinander zusammen, gehen aber auf tektonische Aktivität im Oberrheingraben zurück.
Tunsel ist aus geologischer Sicht spannend: Vor einigen Jahren fand hier eine geologische Grabung entlang der Rhine River Störung statt. Dabei handelt es sich um eine der größten und aktivsten tektonischen Bruchzonen am Oberrhein. Diese Grabung kam zur Erkenntnis, dass sich in Tunsel vor rund 900 Jahren ein schweres Erdbeben über Magnitude 6.5 ereignet haben muss. Damit war es stärker als das berühmte Baseler Erdbeben 1356, das am südlichen Oberrheingraben schwere Zerstörungen verursachte. Entsprechende Spuren des Bebens vor 900 Jahren sind noch immer in den Sedimenten nachweisbar. Historische Aufzeichnungen über ein solches Beben gab es zuvor nicht. Ob das heutige Beben ebenfalls der Rhine River Störung zuzuordnen ist, oder eine andere, kleinere Störung ursächlich war, müssen genauere Lokalisierungen zeigen.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Hartheim | Deutschland | 3 | 4500 | 4.6 | leicht spürbar |
| Neuenburg am Rhein | Deutschland | 2 | 11700 | 12.6 | kaum spürbar |
| Rumersheim-le-Haut | Frankreich | 2 | 1000 | 12.4 | kaum spürbar |
| Blodelsheim | Frankreich | 2 | 1500 | 10.1 | kaum spürbar |
| Hirtzfelden | Frankreich | 2 | 1000 | 16.8 | kaum spürbar |
| Breisach am Rhein | Deutschland | 2 | 14400 | 16.1 | kaum spürbar |
| Unterkrozingen | Deutschland | 2 | 15900 | 2.6 | kaum spürbar |
| Freiburg | Deutschland | 0 | 216000 | 17.3 | nicht spürbar |
| Sélestat | Frankreich | 0 | 18900 | 43.5 | nicht spürbar |
| Binningen | Schweiz | 0 | 14100 | 40.7 | nicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
Grollen brummen keine Bewegung
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