Startseite » Niederlande » Leichtes Erdbeben (M3.0) nahe Assen, Niederlande

ShakeMap M3.0 am 14.03.2026 02:14 nahe Assen, Niederlande

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 3.0
Zeit: 14.03.2026 02:14 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 3 km
Ursprung: induziert (Erdgasförderung)
Region(en): Niederlande, Deutschland
Datenquelle(n): KNMI

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 5.2. Potenziell spürbar für etwa 322 Tsd Menschen.
kaum spürbar (2)
213k
schwach (3)
64k
deutlich (4)
45k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
72
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0–3

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 14.03.2026 02:14 ereignete sich nahe Assen, Niederlande ein Erdbeben der Magnitude 3.0 in 3 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 5.3. Das Beben war vermutlich für bis zu 322 Tsd Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Leichtes Erdbeben in der Nacht zu Samstag (14. März) nahe der niederländischen Stadt Assen in der Provinz Drenthe. Nach Angaben des Meteorologieinstituts der Niederlande (KNMI) erreeichte es Magnitude 3.0. Es handelt sich um ein induziertes Erdbeben aufgrund der dortigen Erdgasförderung. Die Tiefe des Erdbebens lag bei drei Kilometern.

Das Erdbeben wurde in Assen deutlich verspürt und riss viele Anwohner aus dem Schlaf. Direkt am Epizentrum war die Intensität stark. Hier sind einzelne leichte Schäden möglich.

Warum es im Norden der Niederlande immer wieder zu Erdbeben kommt

Der Norden der Niederlande zählt zu den wenigen Regionen Europas, in denen Erdbeben überwiegend durch menschliche Aktivitäten ausgelöst werden. Ursache ist vor allem die jahrzehntelange Förderung von Erdgas aus tiefen Lagerstätten, insbesondere im großen Gasfeld von Groningen.

Seit den 1960er-Jahren wurde dort eines der größten Erdgasfelder Europas ausgebeutet. Durch die Förderung sank der Druck im Gestein, wodurch sich die darüberliegenden Schichten langsam absenkten. Diese Veränderungen im Spannungszustand der Erdkruste können bestehende geologische Störungen reaktivieren. Zahlreiche, meist kleine Erdbeben waren die Folge.

Nachdem mehrere kräftigere Beben in der Provinz Groningen Schäden an Gebäuden verursachten und die Bevölkerung zunehmend verunsicherten, beschloss die niederländische Regierung einen schrittweisen Ausstieg aus der Gasförderung. Das Gasfeld wurde schließlich früher als ursprünglich geplant stillgelegt.

Induzierte Erdbeben auch in der Provinz Drenthe

Während die meisten induzierten Erdbeben in den Niederlanden mit dem großen Gasfeld von Groningen verbunden sind, tritt auch in der benachbarten Provinz Drenthe gelegentlich schwache seismische Aktivität auf. Ursache sind hier kleinere Erdgasfelder. Vor allem in den 1980ern und 1990ern kam es hier zu zahlreichen induzierten Erdbeben, teil deutlich über Magnitude 2. In den letzten Jahrzehnten war die Aktivität aber vergleichsweise gering.

Im Gegensatz zum großen Groningen-Gasfeld traten solche Ereignisse seit 2000 deutlich seltener auf. Das aktuelle Erdbeben bei Assen mit einer Magnitude von 3.0 ist das stärkste Erdbeben, das in dieser Region bislang beobachtet wurde.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Marsdijk Niederlande 4 12200 6.5 deutlich spürbar
Assen Niederlande 4 62200 4.1 deutlich spürbar
Rolde Niederlande 4 3700 5.7 deutlich spürbar
Peelo Niederlande 4 6600 6.4 deutlich spürbar
Eext Niederlande 3 1200 12.6 leicht spürbar
Groningen Niederlande 2 181200 28.8 kaum spürbar
Hoogeveen Niederlande 2 38800 27.2 kaum spürbar
Drachten Niederlande 2 44500 36.1 kaum spürbar
Emmen Niederlande 2 57000 30.2 kaum spürbar
Lingen Deutschland 0 51300 70.1 nicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
Drinnen gespürt
Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).