Startseite » Schaden » Starkes Erdbeben (M5.6) nahe Erbaa, Türkei

ShakeMap M5.6 am 13.03.2026 01:35 nahe Erbaa, Türkei

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 5.6
Zeit: 13.03.2026 01:35 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 6 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Türkei
Datenquelle(n): KANDILLI

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 8.0. Potenziell spürbar für etwa 7,3 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
2.5 Mio
schwach (3)
2.3 Mio
deutlich (4)
1.9 Mio
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
491k
stark (6), leichte Schäden möglich
112k
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
14k
heftig (8), schwere Schäden möglich
44
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–4 sowie 0–7 Verletzten.

Todesopfer
0–4

Verletzte
0–7

Vertriebene
50–300

Schwer beschädigte Gebäude
10–70

Leicht beschädigte Gebäude
200–1k

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 13.03.2026 01:35 ereignete sich nahe Erbaa, Türkei ein Erdbeben der Magnitude 5.6 in 6 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 8.1. Das Beben war vermutlich für bis zu 7,3 Mio Menschen spürbar. Nahe des Epizentrums sind schwere Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Das Epizentrum lag im Norden der Türkei in der Provinz Tokat nahe der Kleinstadt Erdaa. Das Kandilli-Observatorium ermittelte eine Magnitude von 5.6. Die Erschütterungen wurden verbreitet im Norden und Nordosten der Türkei verspürt und rissen viele Anwohner aus dem Schlaf. Am stärksten war die Intensität in den Dörfern rund um Erdaa.

Nach ersten Meldungen kam es dort zu Schäden an zahlreichen Gebäuden. Mehrere Schulen sind betroffen. Der Unterricht am Freitag wurde ausgesetzt. Teilweise stürzten Zwischendecken oder Teile von Mauern ein. Meist blieb es bei leichten Schäden in Form von Rissen. Mehrere Menschen mussten aufgrund von Panikattacken medizinisch behandelt werden. Zahlreiche schwächere Nachbeben waren zu spüren. Viele Anwohner verbrachten die Nacht im Freien.

Das Erdbeben ereignete sich entlang der Nordanatolischen Störungszone, dabei handelt es sich um die Plattengrenze zwischen Eurasien und Anatolien. Erbaa liegt in einem sogenannten Pull-Apart-Becken. Dabei handelt es sich um einen Übergang innerhalb der Störungszone, wo ein kleiner horizontaler Versatz stattfindet. Damit bildet es auch eine kleine tektonische Barriere. So "trennte" es unter anderem die beiden sehr großen Erdbeben an der Nordanatolischen Störung in den Jahren 1942 (östlich, M7.1) und 1943 (westlich, M7.3).

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Erbaa, Türkei? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 165 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 5.6 in dieser Region statistisch im Schnitt etwa alle 13 Jahre vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 7.2%; innerhalb von zehn Jahren bei 52.5%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Gökçeli Türkei 7 keine Daten 9.7 mäßige Schäden möglich
Doğanyurt Türkei 7 keine Daten 6.1 mäßige Schäden möglich
Başçiftlik Türkei 6 7400 35.4 leichte Schäden möglich
Gökdere Türkei 6 keine Daten 21.2 leichte Schäden möglich
Çamiçi Türkei 6 keine Daten 19.4 leichte Schäden möglich
Niksar Türkei 6 49900 16.5 leichte Schäden möglich
Erbaa Türkei 6 52200 18.0 leichte Schäden möglich
Çarşamba Türkei 5 50500 59.7 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Tokat Türkei 5 129700 43.2 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Turhal Türkei 5 110900 66.7 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
Drinnen gespürt
Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).