Startseite » Schaden » Schweres Erdbeben (M7.4) nahe Halmahera, Indonesien fordert Todesopfer

ShakeMap M7.4 am 02.04.2026 00:48 nahe Halmahera, Indonesien

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 7.4
Zeit: 02.04.2026 00:48 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 35 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Indonesien
Datenquelle(n): USGS

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 9.4. Potenziell spürbar für etwa 5,9 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
368k
schwach (3)
1.2 Mio
deutlich (4)
1.4 Mio
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
2.4 Mio
stark (6), leichte Schäden möglich
564k
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
1k
heftig (8), schwere Schäden möglich
615
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
6
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 2–30 sowie 10–60 Verletzten.

Todesopfer
2–30

Verletzte
10–60

Vertriebene
200–1k

Schwer beschädigte Gebäude
60–300

Leicht beschädigte Gebäude
1k–7k

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 02.04.2026 00:48 ereignete sich nahe Halmahera, Indonesien ein Erdbeben der Magnitude 7.4 in 35 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 8.8. Das Beben war vermutlich für bis zu 5,9 Mio Menschen spürbar. Nahe des Epizentrums sind schwere Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Schweres Erdbeben in Indonesien: Schäden, Tsunami und Hintergründe

Ein schweres Erdbeben im Norden Indonesiens hat in der Nacht zu Donnerstag schwere Schäden verursacht und einen kleinen Tsunami ausgelöst. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Beben eine Magnitude von 7,4, die indonesischen Behörden gaben es mit Magnitude 7,6 an. Damit handelt es sich um das stärkste Erdbeben in Indonesien seit drei Jahren.

Das Epizentrum lag zwischen den Inseln Halmahera und Sulawesi im Norden des indonesischen Archipels, rund 2200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Jakarta. Sowohl auf Halmahera als auch auf der zu Sulawesi gehörenden Minahasa-Halbinsel wurden zahlreiche Schäden gemeldet. Besonders betroffen sind die Regionen um die Städte Ternate und Manado.

In beiden Gebieten stürzten mehrere Gebäude ein, viele weitere wurden beschädigt. Mehrere Menschen wurden verletzt. In Manado starb nach bisherigen Angaben eine Person beim Einsturz einer Sporthalle. Einsatzkräfte durchsuchen weiterhin die Trümmer weiterer eingestürzter Gebäude.

An mehreren Küstenabschnitten wurde zudem ein kleiner Tsunami beobachtet, der örtlich auch besiedelte Gebiete überschwemmte. Videoaufnahmen aus betroffenen Dörfern zeigen, wie das Wasser Straßen und Häuser erreicht. Offiziell wurde eine maximale Wellenhöhe von 68 Zentimetern gemessen, lokal könnte der Tsunami jedoch höher ausgefallen sein.

Nach dem Hauptbeben folgten zahlreiche Nachbeben. Das stärkste erreichte bislang Magnitude 6,2, viele weitere lagen über Magnitude 5. Unklar ist derzeit noch die Lage auf der kleinen Insel Pulau Maju. Sie ist dünn besiedelt, abgelegen und liegt unmittelbar nördlich des Epizentrums. Dort könnten die Auswirkungen besonders stark gewesen sein.

Das Meeresgebiet zwischen Halmahera und Sulawesi zählt zu den seismisch aktivsten Regionen der Welt. Hier treffen die Molukken-Platte und die Vogelkopf-Platte auf die größere Sunda-Platte. Die komplexe Subduktionszone weist Plattenbewegungen von mehr als 10 Zentimetern pro Jahr auf. Dadurch gehört die Region nicht nur zu den tektonisch aktivsten Zonen der Erde, sondern auch zu den Gebieten mit besonders häufigen starken Erdbeben.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Halmahera, Indonesien? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 500 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 7.4 in dieser Region statistisch alle 8.0 Jahre vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 11.8%; innerhalb von zehn Jahren bei 71.5%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Susupu Indonesien 7 keine Daten 126.4 mäßige Schäden möglich
Likupang Indonesien 7 keine Daten 150.6 mäßige Schäden möglich
Jailolo Indonesien 7 keine Daten 130.4 mäßige Schäden möglich
Wori Indonesien 6 keine Daten 169.3 leichte Schäden möglich
Daruba Indonesien 6 keine Daten 245.0 leichte Schäden möglich
Manado Indonesien 6 451900 166.1 leichte Schäden möglich
Ternate Indonesien 6 101700 126.3 leichte Schäden möglich
Sofifi Indonesien 6 36200 146.6 leichte Schäden möglich
Tondano Indonesien 6 33300 155.5 leichte Schäden möglich
Tomohon Indonesien 6 27600 167.6 leichte Schäden möglich
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
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Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).