Startseite » Griechenland » Starkes Erdbeben (M5.8) erschüttert Kreta

ShakeMap M5.8 am 24.04.2026 5:18 nahe Kreta

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 5.8
Zeit: 24.04.2026 5:18 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 23 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Griechenland
Datenquelle(n): NOA

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ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 7.7. Potenziell spürbar für etwa 1,2 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
304k
schwach (3)
406k
deutlich (4)
223k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
259k
stark (6), leichte Schäden möglich
47k
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
665
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–2 sowie 0–2 Verletzten.

Todesopfer
0–2

Verletzte
0–2

Vertriebene
5–40

Schwer beschädigte Gebäude
1–10

Leicht beschädigte Gebäude
20–200

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 24.04.2026 5:18 ereignete sich nahe Kreta ein Erdbeben der Magnitude 5.8 in 23 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 7.7. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,2 Mio Menschen spürbar. Lokal sind mäßige Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Starkes Erdbeben am Freitagmorgen im Osten der griechischen Insel Kreta. Der Erdbebendienst in Athen ermittelte eine Magnitude von 5.8 und verortete das Erdbeben in rund 23 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum lag auf der Insel, wodurch das Beben in der Osthälfte Kretas teils stark verspürt wurde. Nach Erdbebennews-Berechnungen kam es verbreitet zu Intensität V - VI, unter anderem auch in Heraklion und Agios Nikolaos. Vereinzelt ist Intensität VII möglich. Entsprechendd sind verbreitet kleinere Gebäudeschäden sowie Steinschläge in den Bergregionen der Insel zu erwarten. Nahe des Epizentrums können größere Schäden auftreten.

Auch auf vielen Nachbarinseln wurde das Beben noch verspürt, unter anderem auf Rhodos und Santorin. Schäden sind hier nicht zu erwarten.

Erste geophysikalische Analysen zeigen, dass das Erdbeben auf eine lokale Störungszone im Inneren der Insel zurückgeht. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um eine horizontale Verschiebung in Nord-Süd-Richtung. Anders als bei den häufigeren Erdbeben an der Subduktionszone, an der die Afrikanische Platte unter die Adria abtaucht, lag der Erdbebenherd relativ nah an der Erdoberfläche. Dies bedeutet stärkere Intensitäten und damit mehr Zerstörungspotential.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Kreta? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 500 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 5.8 in dieser Region statistisch etwa einmal pro Jahr vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 42.2%; innerhalb von zehn Jahren bei 99.6%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Kentrí Griechenland 7 1000 26.2 mäßige Schäden möglich
Schísma Eloúndas Griechenland 6 1700 36.2 leichte Schäden möglich
Ierápetra Griechenland 6 12400 27.5 leichte Schäden möglich
Néa Anatolí Griechenland 6 1000 34.8 leichte Schäden möglich
Sitia Griechenland 6 8700 18.1 leichte Schäden möglich
Irákleion Griechenland 5 137200 87.0 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Néa Alikarnassós Griechenland 5 12900 86.1 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Gázi Griechenland 5 12600 93.5 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Tympáki Griechenland 5 5300 115.9 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Chaniá Griechenland 4 53900 189.7 deutlich spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Tina Goudschmidt · 2026-04-24T06:18:00+00:00
Heraklion

Betten haben gewackelt

Kretafans · Intensität: III · 2026-04-24T05:18:00+00:00
Mochlos nahe Sitia

Bett hat 5 Sekunden gewackelt.

Ralf · 2026-04-24T03:18:00+00:00
Malia

Das Gebäude hat gewickelt.

Sebastian Frey · 2026-04-24T03:18:00+00:00
Agios Nicolaos

Sanftes aber deutlich wahrnehmbares schaukeln Dauer etwa 2-5 Sekunden

Beate · Intensität: III · 2026-04-24T03:18:00+00:00
Ferma, Ierapetra

Das Bett hat mehrere Sekunden lang stark gewackelt.

Iris p · 2026-04-24T03:18:00+00:00
Ella ananea rocrita kreta

Bett wackelte

Iris p · 2026-04-24T03:18:00+00:00
Kreta mochlos

Bett wackelte stark

Tobi · 2026-04-24T03:18:00+00:00
Malia / Kreta

Nichts gespürt, Gut geschlafen

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Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.