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ShakeMap M4.8 am 22.05.2026 10:50 nahe Gran Canaria

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 4.8
Zeit: 22.05.2026 10:50 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 30 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Spanien
Datenquelle(n): IGN

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 3.8. Potenziell spürbar für etwa 1,8 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
1.1 Mio
schwach (3)
704k
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0–1

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 22.05.2026 10:50 ereignete sich nahe Gran Canaria ein Erdbeben der Magnitude 4.8 in 30 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 3.7. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,8 Mio Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Ein moderates Erdbeben hat am Freitagvormittag Teile der Kanarischen Inseln erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN) im Atlantik nördlich von Gran Canaria. Mit einer Magnitude von 4.8 gehörte es zu den stärksten Erdbeben, die in der Region der Kanaren instrumentell registriert wurden. Der Erdbebenherd lag in rund 30 Kilometern Tiefe.

Das Erdbeben wurde auf Gran Canaria sowie auf Fuerteventura und im Norden von Teneriffa verbreitet leicht verspürt. Aufgrund der vergleichsweise großen Herdtiefe verteilten sich die Erschütterungen über ein größeres Gebiet, blieben an der Oberfläche aber schwach. Stärkere Intensitäten wurden nach den bisherigen Informationen nicht erreicht. Schäden sind daher nicht zu erwarten.

Die Kanarischen Inseln sind eine vulkanische Inselgruppe im Atlantik. Ihre Entstehung und Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit Magmatismus im Erdmantel und in der Erdkruste. Erdbeben sind auf den Kanaren deshalb nichts Ungewöhnliches. Sie stehen jedoch meistens mit vulkanischer Aktivität, oft im Vorfeld von Vulkanausbrüchen, im Zusammenhang. Das aktuelle Erdbeben steht nicht mit einer akuten vulkanischen Aktivität in Verbindung, sondern ist als tektonisches Erdbeben einzuordnen. Diese sind auf den Kanaren eher selten.

Eine der bekanntesten seismisch aktiven Zonen der Kanaren liegt zwischen Gran Canaria und Teneriffa. Dort treten regelmäßig Erdbeben auf, meist mit kleinen Magnituden. Die genaue Ursache dieser Aktivität ist nicht abschließend geklärt; diskutiert werden unter anderem Störungen in der Erdkruste, Spannungsänderungen durch die vulkanische Entwicklung der Inseln sowie Bewegungen zwischen den Inselblöcken. In dieser Region ereignete sich 1989 auch das stärkste bekannte Erdbeben der Kanaren, das nicht im direkten Zusammenhang mit einem Vulkanausbruch stand. Es erreichte eine Magnitude von 5.2.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Gran Canaria? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 44 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 4.8 in dieser Region statistisch im Schnitt etwa alle 14 Jahre vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 7.0%; innerhalb von zehn Jahren bei 51.5%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Carrizal Spanien 3 22000 90.5 leicht spürbar
Artenara Spanien 3 1600 87.0 leicht spürbar
San Bartolomé de Tirajana Spanien 3 53600 93.7 leicht spürbar
Agüimes Spanien 3 28900 92.0 leicht spürbar
Moya Spanien 3 7500 75.2 leicht spürbar
Las Palmas de Gran Canaria Spanien 3 381800 70.4 leicht spürbar
Santa Cruz de Tenerife Spanien 3 222400 104.0 leicht spürbar
La Laguna Spanien 3 150700 109.8 leicht spürbar
Telde Spanien 3 100000 82.0 leicht spürbar
Arucas Spanien 3 36300 71.8 leicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
Drinnen gespürt
Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.