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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 22.05.2026 10:50 ereignete sich nahe Gran Canaria ein Erdbeben der Magnitude 4.8 in 30 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 3.7. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,8 Mio Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Ein moderates Erdbeben hat am Freitagvormittag Teile der Kanarischen Inseln erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN) im Atlantik nördlich von Gran Canaria. Mit einer Magnitude von 4.8 gehörte es zu den stärksten Erdbeben, die in der Region der Kanaren instrumentell registriert wurden. Der Erdbebenherd lag in rund 30 Kilometern Tiefe.
Das Erdbeben wurde auf Gran Canaria sowie auf Fuerteventura und im Norden von Teneriffa verbreitet leicht verspürt. Aufgrund der vergleichsweise großen Herdtiefe verteilten sich die Erschütterungen über ein größeres Gebiet, blieben an der Oberfläche aber schwach. Stärkere Intensitäten wurden nach den bisherigen Informationen nicht erreicht. Schäden sind daher nicht zu erwarten.
Die Kanarischen Inseln sind eine vulkanische Inselgruppe im Atlantik. Ihre Entstehung und Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit Magmatismus im Erdmantel und in der Erdkruste. Erdbeben sind auf den Kanaren deshalb nichts Ungewöhnliches. Sie stehen jedoch meistens mit vulkanischer Aktivität, oft im Vorfeld von Vulkanausbrüchen, im Zusammenhang. Das aktuelle Erdbeben steht nicht mit einer akuten vulkanischen Aktivität in Verbindung, sondern ist als tektonisches Erdbeben einzuordnen. Diese sind auf den Kanaren eher selten.
Eine der bekanntesten seismisch aktiven Zonen der Kanaren liegt zwischen Gran Canaria und Teneriffa. Dort treten regelmäßig Erdbeben auf, meist mit kleinen Magnituden. Die genaue Ursache dieser Aktivität ist nicht abschließend geklärt; diskutiert werden unter anderem Störungen in der Erdkruste, Spannungsänderungen durch die vulkanische Entwicklung der Inseln sowie Bewegungen zwischen den Inselblöcken. In dieser Region ereignete sich 1989 auch das stärkste bekannte Erdbeben der Kanaren, das nicht im direkten Zusammenhang mit einem Vulkanausbruch stand. Es erreichte eine Magnitude von 5.2.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Gran Canaria? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 44 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 4.8 in dieser Region statistisch im Schnitt etwa alle 14 Jahre vor.
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 7.0%; innerhalb von zehn Jahren bei 51.5%.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Carrizal | Spanien | 3 | 22000 | 90.5 | leicht spürbar |
| Artenara | Spanien | 3 | 1600 | 87.0 | leicht spürbar |
| San Bartolomé de Tirajana | Spanien | 3 | 53600 | 93.7 | leicht spürbar |
| Agüimes | Spanien | 3 | 28900 | 92.0 | leicht spürbar |
| Moya | Spanien | 3 | 7500 | 75.2 | leicht spürbar |
| Las Palmas de Gran Canaria | Spanien | 3 | 381800 | 70.4 | leicht spürbar |
| Santa Cruz de Tenerife | Spanien | 3 | 222400 | 104.0 | leicht spürbar |
| La Laguna | Spanien | 3 | 150700 | 109.8 | leicht spürbar |
| Telde | Spanien | 3 | 100000 | 82.0 | leicht spürbar |
| Arucas | Spanien | 3 | 36300 | 71.8 | leicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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