Startseite » Estland » Erdbeben (M4.0) im Südwesten von Finnland

ShakeMap M4.0 am 01.06.2026 16:08 in Finnland

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 4.0
Zeit: 01.06.2026 16:08 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 10 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Finnland, Estland
Datenquelle(n): GSRAS

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 5.1. Potenziell spürbar für etwa 1,5 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
1.5 Mio
schwach (3)
39k
deutlich (4)
2k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
3
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0–3

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 01.06.2026 16:08 ereignete sich im Südwesten von Finnland ein Erdbeben der Magnitude 4.0 in 10 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 5.1. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,5 Mio Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Ein Erdbeben der Magnitude 4.0 hat am Montagnachmittag den Finnischen Meerbusen erschüttert. Das Epizentrum lag nach Daten des russischen seismologischen Dienstes GSRAS im Meer südwestlich von Helsinki und nordwestlich der estnischen Hauptstadt Tallinn. Die Tiefe wurde manuell auf 10 Kilometer fixiert. Ein üblicher Vorgang, wenn keine genaue Ortung möglich ist.

Auch andere Erdbebendienste, darunter das GFZ Potsdam, registrierten das Ereignis mit ähnlicher Stärke. Die bisherigen automatischen und manuellen Lösungen unterscheiden sich jedoch teils deutlich aufgrund der geringen Stationsüberdeckung in der Region. Alle sehen das Epizentrum jedoch im Bereich des Finnischen Meerbusens zwischen Finnland und Estland.

Das Erdbeben dürfte in Teilen Südfinnlands und Nordestlands spürbar gewesen sein, unter anderem im weiteren Raum Helsinki und Tallinn. Die genaue Ausdehnung des Schüttergebiets und die Intensität ist abhängig von der Tiefe, die bisher nicht genauer bestimmt werden konnte. Seismologische Aufzeichnungen nahe gelegener Stationen zeigen Signaturen eines recht oberflächennahen Bebens. In dem Fall wäre die Ausbreitung des Schüttergebiets wohl deutlich geringer als berechnet. Wahrnehmungsmeldungen liegen zur Zeit nicht vor.

Erdbeben dieser Stärke sind in der Region selten, aber nicht ungewöhnlich. Vor allem im Finnischen Meerbusen kam es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Erdbeben um Magnitude 3. Das heutige ist allerdings das stärkste seit Jahrzehnte. Ursache der Erdbeben sind meist Spannungen innerhalb der Eurasischen Platte, die unter anderem mit alten tektonischen Strukturen und der anhaltenden nacheiszeitlichen Hebung Skandinaviens zusammenhängen.

Daten der Seismologischen Dienste aus Finnland, Estland und Schweden liegen noch nicht vor. Entsprechend ungenau ist die aktuelle Datenlage noch. Eine manuelle Bestätigung der regionalen Erdbebendienste liefert in der Regel präzisere Daten.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben in Finnland? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 26 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 4.0 in dieser Region statistisch etwa einmal pro Jahr vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 58.1%; innerhalb von zehn Jahren bei 100.0%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Ekenäs Finnland 4 14400 23.5 deutlich spürbar
Siuntio Finnland 3 5200 37.0 leicht spürbar
Hanko Finnland 3 10000 48.5 leicht spürbar
Lauttasaari Finnland 3 20000 66.7 leicht spürbar
Pohja Finnland 3 5300 28.8 leicht spürbar
Kirkkonummi Finnland 3 32900 44.4 leicht spürbar
Lohja Finnland 3 36000 43.5 leicht spürbar
Espoo Finnland 2 256800 59.3 kaum spürbar
Tallinn Estland 2 394000 72.6 kaum spürbar
Turku Finnland 2 175900 106.7 kaum spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
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Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.