Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 17.06.2026 um 12:10 Uhr ereignete sich nahe Straßburg ein Erdbeben der Magnitude 2.6 in 5 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 4.0. Das Beben war vermutlich für bis zu 579 Tsd Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Nördlich von Straßburg kam es am Mittwochmittag zu einem leichten Erdbeben. Das Epizentrum lag nach automatischen Auswertungen der Universität Straßburg bei Reichstett, etwa 7 km von der deutschen Grenze entfernt. Demnach erreichte das Beben eine Magnitude von 2.6. Die Tiefe wurde auf 5 km fixiert. Dies spricht für einen oberflächennahen Erdbebenherd.
Die Erschütterungen waren nach Erdbebennews-Berechnungen im Raum Straßburg sowie in angrenzenden Teilen des Ortenaukreises schwach bis teils deutlich spürbar. Schäden infolge des Bebens sind bei dieser Stärke nicht zu erwarten.
Erdbeben nahe früherem Geothermie-Standort Vendenheim
Die Region nördlich von Straßburg ist seismologisch besonders auffällig, weil dort am Geothermie-Standort Vendenheim/Reichstett zwischen 2019 und 2021 mehrere spürbare Erdbeben auftraten. Diese wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen mit dem Tiefengeothermie-Projekt GEOVEN in Verbindung gebracht. Besonders bekannt wurde die Sequenz durch ein Erdbeben der Magnitude 3.6 im Dezember 2020 sowie ein weiteres, noch stärkeres Ereignis der Magnitude 3.9 im Juni 2021. Beide Ereignisse führten zu zahlreichen Gebäudeschäden in der Region.
Nach den damaligen Erdbeben wurde der Betrieb am Standort gestoppt. Danach fand kein weiterer Betrieb in an dieser Anlage statt.
Ein Zusammenhang mit der früher aktivierten Störungszone ist dennoch plausibel. Bei Vendenheim traten auch nach dem Herunterfahren der Anlage noch spürbare Erdbeben auf. Solche Nachlaufereignisse können entstehen, wenn sich Spannungen im Untergrund nach vorangegangenen Druckänderungen nur langsam neu verteilen. Ob das aktuelle Beben tatsächlich zur früheren induzierten Sequenz gehört, muss durch genauere Auswertungen der zuständigen Fachstellen bestätigt werden. Vor allem die genaue Ermittlung der Herdtiefe nach einer manuellen Prüfung ist wichtig.
Update 12:45 Uhr: Tiefe auf 18 km bestimmt
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Reichstett | Frankreich | 4 | 5100 | 2.9 | deutlich spürbar |
| La Wantzenau | Frankreich | 3 | 5800 | 3.0 | leicht spürbar |
| Bischheim | Frankreich | 3 | 17400 | 5.6 | leicht spürbar |
| Gambsheim | Frankreich | 3 | 4100 | 7.7 | leicht spürbar |
| Berstett | Frankreich | 3 | 2000 | 10.0 | leicht spürbar |
| Schiltigheim | Frankreich | 3 | 32300 | 6.6 | leicht spürbar |
| Strasbourg | Frankreich | 3 | 274800 | 9.1 | leicht spürbar |
| Kehl | Deutschland | 3 | 34000 | 9.9 | leicht spürbar |
| Haguenau | Frankreich | 2 | 38700 | 17.3 | kaum spürbar |
| Illkirch-Graffenstaden | Frankreich | 2 | 27300 | 15.6 | kaum spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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