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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 20–200 sowie 100–700 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Zusammenfassung
Am 16.06.2026 5:27 ereignete sich nahe Sulawesi, Indonesien ein Erdbeben der Magnitude 6.7 in 10 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 9.1. Das Beben war vermutlich für bis zu 7,3 Mio Menschen spürbar. Nahe des Epizentrums sind schwere Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Auf der indonesischen Insel Sulawesi hat sich am Dienstagmorgen ein schweres Erdbeben der Magnitude 6.7 ereignet. Das Beben trat um 5:27 Uhr MESZ im Landesinneren der Provinz Zentralsulawesi auf. Das Epizentrum lag nach USGS-Daten rund 45 Kilometer ostsüdöstlich der Stadt Palu in geringer Tiefe.
In Palu und mehreren Orten der Umgebung wurde das Erdbeben stark verspürt. Nach Berechnungen von Erdbebennews waren in der näheren Umgebung des Epizentrums sehr starke bis heftige Erschütterungen möglich. Mehrere hunderttausend Menschen könnten Erschütterungen erlebt haben, bei denen Gebäudeschäden nicht ausgeschlossen sind.
Erste Bilder und Videos in sozialen Medien zeigen bereits Schäden an Gebäuden in Palu, darunter Risse in Wänden und teilweise eingestürzte Dächer. Zudem gibt es Aufnahmen von Erdrutschen. Offizielle Angaben zu Schäden oder Opfern lagen kurz nach dem Erdbeben zunächst nicht vor.
Epizentrum in gebirgigem Waldgebiet
Das Epizentrum lag nicht direkt unter dem dicht besiedelten Stadtgebiet von Palu, sondern weiter östlich in einem gebirgigen und teils bewaldeten Gebiet. Das könnte die direkten Auswirkungen etwas dämpfen, da die stärksten Erschütterungen vermutlich nicht genau unter den größten Siedlungsflächen auftraten. Gleichzeitig erhöht die Topographie in der Region das Risiko für Erdrutsche, besonders an steilen Hängen und nach starken Erschütterungen. Indirekt könnte damit auch eine gewisse Tsunami-Gefahr aufgrund untermeerischer Erdrutsche bestehen.
Kein klassisches Palu-Koro-Strike-Slip-Beben
Nach ersten Daten handelte es sich bei dem aktuellen Erdbeben offenbar überwiegend um eine Abschiebung. Damit unterscheidet es sich deutlich vom katastrophalen Palu-Erdbeben vom 28. September 2018. Dieses hatte Magnitude 7.5 und ereignete sich an der Palu-Koro-Störungszone als starkes linksseitiges Strike-Slip-Erdbeben.
Das Beben von 2018 löste damals eine Kette schwerer Folgen aus: starke Erschütterungen, Tsunamiwellen in der Palu-Bucht aufgrund untermeerischer Handrutschungen, massive Erdrutsche an Land und großflächige Bodenverflüssigung. Mehrere Tausend Menschen kamen ums Leben, ganze Stadtteile von Palu wurden buchstäblich vom Erdboden verschluckt. Der außergewöhnlich langsame Bruchvorgang damals dämpfte noch die dirkten Auswirkungen des Bebens, da die Intensität und damit die direkten Schäden durch Erschütterungen verringert waren. Tsunami, Erdrutsche und Bodenverflüssigung forderten die meisten Opfer.
Das aktuelle Erdbeben war deutlich schwächer als das Ereignis von 2018 und lag nach bisherigen Daten weiter im Landesinneren. Ein vergleichbares Tsunami-Szenario steht daher nicht im Vordergrund. Dennoch kann es erneut zu kleineren Tsunamis durch Hangrutschungen kommen. Die größere Gefahr geht derzeit von Gebäudeschäden, Erdrutschen und möglichen starken Nachbeben aus.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Sigi Biromaru | Indonesien | 8 | keine Daten | 36.3 | schwere Schäden möglich |
| Palu | Indonesien | 7 | 282400 | 43.2 | mäßige Schäden möglich |
| Poso | Indonesien | 6 | 47100 | 68.9 | leichte Schäden möglich |
| Kasiguncu | Indonesien | 6 | keine Daten | 60.9 | leichte Schäden möglich |
| Tagolu | Indonesien | 5 | keine Daten | 73.2 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Rantepao | Indonesien | 4 | 40400 | 207.6 | deutlich spürbar |
| Polewali | Indonesien | 3 | 58200 | 273.1 | leicht spürbar |
| Mamuju | Indonesien | 3 | 15000 | 226.3 | leicht spürbar |
| Luwuk | Indonesien | 3 | 47800 | 288.7 | leicht spürbar |
| Palopo | Indonesien | 0 | 129300 | 207.4 | nicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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