Startseite » Japan » Schweres Erdbeben (M6.9) erschüttert Nordosten von Japan

ShakeMap M6.9 am 25.06.2026 02:30 nahe Japan

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 6.9
Zeit: 25.06.2026 02:30 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 50 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Japan
Datenquelle(n): USGS

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 7.4. Potenziell spürbar für etwa 10,0 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
56k
schwach (3)
1.2 Mio
deutlich (4)
2.1 Mio
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
3.7 Mio
stark (6), leichte Schäden möglich
2.7 Mio
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
163k
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Zusammenfassung

Am 25.06.2026 02:30 ereignete sich nahe Japan ein Erdbeben der Magnitude 6.9 in 50 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 7.4. Das Beben war vermutlich für bis zu 10,0 Mio Menschen spürbar. Lokal sind mäßige Gebäudeschäden möglich – widerstandsfähigere Bauweisen verringern das Risiko. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Vor der Nordostküste Japans hat sich am Donnerstagmorgen ein starkes Erdbeben ereignet. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde JMA erreichte das Beben eine Magnitude von 6.9 und lag in etwa 50 Kilometern Tiefe vor der Küste der Präfektur Iwate. Die stärkste Erschütterung wurde in Hashikami in der Präfektur Aomori mit Shindo 6+ registriert. Vielerorts kam es zu Intensität 5+ und 5-.

Damit war das Beben lokal sehr stark spürbar, auch wenn je ein 6+ und 6- Messwert nur sehr isoliert aufgrund lokaler geologischer Effekte auftraten. Auch in weiteren Teilen von Aomori und Iwate wurden starke Erschütterungen gemessen, im Großraum Tokyo war das Beben ebenfalls noch wahrnehmbar. Eine Tsunamiwarnung wurde nicht ausgegeben; nach Angaben der Behörden waren höchstens geringe Meeresspiegelschwankungen möglich, aber keine gefährliche Tsunamiwirkung.

Erste Schäden, aber keine schwere Katastrophe

Nach ersten Behördenmeldungen blieb das Beben offenbar ohne größere strukturelle Schäden. In Hachinohe und Morioka blieben Menschen vorübergehend in Aufzügen stecken und mussten gerettet werden. Außerdem gab es Notrufe und einzelne Meldungen über kleinere Schäden, etwa umgestürzte Gegenstände oder technische Störungen. Fünf Menschen wurden bei der Evakuierung von Gebäuden leicht verletzt.

Teil einer auffälligen Serie vor Nordostjapan

Das Beben ist vor allem im Zusammenhang mit der anhaltenden Aktivität vor Nordostjapan interessant. In den vergangenen Monaten kam es am Japan-Graben wiederholt zu starken Erdbeben, darunter das M7.7-Erdbeben vor Sanriku im April und ein starkes Ereignis vor Aomori im Dezember 2025.

Diese Ereignisse liegen am nördlichen Rand bzw. nördlich des Bruchgebiets des verheerenden Tōhoku-Erdbebens von 2011. Damals brach ein großer Abschnitt der Subduktionszone vor Honshu. Die aktuellen Beben zeigen, dass besonders die Randbereiche des damaligen Bruchs weiterhin seismisch aktiv sind.

Keine direkte Verbindung zu Venezuela

Ein direkter Zusammenhang mit dem schweren Erdbeben in Venezuela rund eine Stunde zuvor besteht nicht. Dass sich innerhalb kurzer Zeit mehrere starke Erdbeben weltweit ereignen, kommt immer wieder vor und bedeutet nicht automatisch, dass sie sich gegenseitig ausgelöst haben.

Statistik: Keine statistische Auswertung möglich, da keine historischen Ereignisse vorliegen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Hachinohe Japan 7 239000 55.8 mäßige Schäden möglich
Miyako Japan 7 51700 72.8 mäßige Schäden möglich
Misawa Japan 7 42800 74.4 mäßige Schäden möglich
Tōno Japan 7 26800 118.5 mäßige Schäden möglich
Hachimantai Japan 7 keine Daten 93.3 mäßige Schäden möglich
Hanamaki Japan 7 73100 131.2 mäßige Schäden möglich
Aomori Japan 6 298400 129.5 leichte Schäden möglich
Kitakami Japan 6 93900 139.9 leichte Schäden möglich
Hirosaki Japan 6 175000 141.9 leichte Schäden möglich
Furukawa Japan 6 76300 214.7 leichte Schäden möglich
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
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Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.