Startseite » Italien » Starkes Erdbeben (M6.2) erschüttert Süditalien

ShakeMap M6.2 am 02.06.2026 00:12 nahe Kalabrien, Italien

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 6.2
Zeit: 02.06.2026 00:12 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 250 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Italien
Datenquelle(n): INGV

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ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 3.6. Potenziell spürbar für etwa 16,0 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
15.3 Mio
schwach (3)
623k
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0–1

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 02.06.2026 00:12 ereignete sich nahe Kalabrien, Italien ein Erdbeben der Magnitude 6.2 in 250 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 3.6. Das Beben war vermutlich für bis zu 16,0 Mio Menschen spürbar. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Ein starkes, aber harmloses Erdbeben hat sich in der Nacht vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien ereignet. Nach Daten des italienischen Erdbebendienstes INGV erreichte das Erdbeben eine Magnitude von 6.2. Die Herdtiefe lag bei rund 250 Kilometern.

Damit handelte es sich um ein sehr tiefes Erdbeben. Genau diese große Tiefe ist der wichtigste Grund, warum trotz der hohen Magnitude keine stärkeren Auswirkungen zu erwarten sind. Die Erdbebenwellen mussten vom Erdbebenherd bis zur Erdoberfläche eine lange Strecke zurücklegen und wurden dabei deutlich abgeschwächt. An der Oberfläche kam das Beben daher nur noch relativ schwach an.

Modellrechnungen von Erdbebennews ergeben für das Ereignis eine maximale Intensität von etwa 3.6. Das entspricht in den betroffenen Regionen einem leichten bis mäßigen Wackeln, das vor allem in höheren Stockwerken oder von ruhenden Personen wahrgenommen werden kann und dort einige Menschen aus dem Schlaf gerissen haben kann. Schäden sind bei dieser Intensität nicht zu erwarten. Auch die modellierte Schadensabschätzung zeigt keine relevanten Auswirkungen.

Spürbar war das Beben im gesamten Süden Italiens südlich von Neapel mit Ausnahme einiger westlichen Regionen Siziliens.

Warum gibt es dort so tiefe Erdbeben?

Die Region Süditalien liegt in einem tektonisch komplexen Bereich zwischen Afrika und Europa. Unter Kalabrien und dem südlichen Tyrrhenischen Meer taucht alte ozeanische Lithosphäre in den Erdmantel ab und gelangt dabei in Tiefen von mehreren Hundert Kilometern. Entlang dieser abtauchenden Platte können Erdbeben auch in großer Tiefe entstehen, wenn durch geochemische Prozesse die alte ozeanische Kruste langsam zerbricht. Tiefherdbeben sind in der Region nicht selten. Mit Magnitude 6.2 war das heutige aber schon verhältnismäßig stark, wenn auch völlig harmlos.

Es ist das stärkste Erdbeben in Italien seit rund 10 Jahren.

Statistik: Wegen eines technischen Problems konnten keine Daten zur statistischen Erhebung abgerufen werden.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Gravina in Puglia Italien 3 42200 191.5 leicht spürbar
Binetto Italien 3 2100 220.9 leicht spürbar
Riace Italien 3 600 99.9 leicht spürbar
Tuturano Italien 3 3000 238.6 leicht spürbar
San Pietro Italien 3 2900 205.4 leicht spürbar
Palermo Italien 3 648300 244.4 leicht spürbar
Foggia Italien 3 137000 256.8 leicht spürbar
Catania Italien 3 290900 195.9 leicht spürbar
Bari Italien 3 277400 235.8 leicht spürbar
Taranto Italien 3 181100 189.9 leicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Sommerwind · 2026-06-01T22:12:00+00:00
Belmonte Calabro

Starkes Ruckeln und Wackeln der Wände, aus dem Schlaf gerissen, in obersten Stockwerk eines mehrstöckigen Hauses

Ariane Wasser · 2026-06-01T22:12:00+00:00
San Nicolla Arcella

Es war wie ein Ruckeln zu spüren..bin davon wachgeworden

Palermoi · 2026-06-01T22:12:00+00:00
Palermo

In Palermo: Ich wollte gerade einschlafen und habe bemerkt wie das Bett plötzlich ruckelt.

Krümel · Intensität: V · 2026-06-01T22:12:00+00:00
Amantea

2maliges kurzes Rumpeln, direkt hintereinander.
Auch mein Mann spürte das selbe. Das Bett wackelte etwas.

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Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
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Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.