Startseite » China » Starkes Erdbeben (M6.3) in Qinghai, China fordert Todesopfer

ShakeMap M6.3 am 16.06.2026 11:06 nahe Qinghai, China

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 6.3
Zeit: 16.06.2026 11:06 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 10 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): China
Datenquelle(n): USGS

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 8.8. Potenziell spürbar für etwa 1,2 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
596k
schwach (3)
282k
deutlich (4)
311k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
10k
stark (6), leichte Schäden möglich
3k
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
4k
heftig (8), schwere Schäden möglich
2k
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 1–10 sowie 5–30 Verletzten.

Todesopfer
1–10

Verletzte
5–30

Vertriebene
300–2k

Schwer beschädigte Gebäude
40–300

Leicht beschädigte Gebäude
100–600

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 16.06.2026 11:06 ereignete sich nahe Qinghai, China ein Erdbeben der Magnitude 6.3 in 10 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 8.8. Das Beben war vermutlich für bis zu 1,2 Mio Menschen spürbar. Nahe des Epizentrums sind schwere Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Im Nordwesten Chinas hat sich am Dienstagvormittag ein schweres Erdbeben der Magnitude 6.3 ereignet. Das Beben trat um 11:06 Uhr MESZ in der Provinz Qinghai auf. Das Epizentrum lag nach Angaben des chinesischen Erdbebennetzes in der Präfektur Haixi, in der Nähe von Dachaidan. Die Herdtiefe wurde mit rund 10 Kilometern angegeben.

Nach chinesischen Behördenangaben kam bei dem Erdbeben mindestens ein Mensch ums Leben. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Die Angaben stammen vom Stand kurz nach dem Beben; weitere Schäden und mögliche zusätzliche Opfer werden noch überprüft.

In der Nähe des Epizentrums befinden sich mehrere Bergbau- und Kohleminenbetriebe. Laut chinesischen Berichten wurden Beschäftigte in betroffenen Betrieben nach dem Erdbeben evakuiert. Die Region ist zwar dünn besiedelt, wird aber wirtschaftlich unter anderem durch Bergbau, Infrastruktur und einzelne Siedlungen geprägt.

Deutlich spürbar, aber in dünn besiedelter Hochlandregion

Das Erdbeben wurde in mehreren Orten der Umgebung deutlich gespürt. Aus Delingha berichteten Anwohner von spürbarem Schwanken, auch Erdbebenwarnungen auf Mobiltelefonen wurden gemeldet. In dichter besiedelten Regionen wäre ein flaches Erdbeben dieser Stärke deutlich verheerender. Im aktuellen Fall lag das Epizentrum jedoch in einer hoch gelegenen, vergleichsweise dünn besiedelten Region am Nordrand des Qinghai-Tibet-Plateaus.

Das dürfte die Auswirkungen zumindest teilweise begrenzt haben. Gleichzeitig können starke Erschütterungen in abgelegenen Gebieten dennoch erhebliche lokale Schäden verursachen, besonders an einfachen Gebäuden, Industrieanlagen, Straßen, Leitungen und Hangbereichen. Auch die Versorgung und Schadenerkundung ist in solchen Regionen oft schwieriger als in dichter erschlossenen Gebieten. Somit kann es einige Stunden oder sogar Tagen dauern, bis genauere Details zu den Auswirkungen bekannt werden.

Tektonisch aktive Region am Rand des Tibetischen Plateaus

Qinghai gehört zu den seismisch aktivsten Regionen Chinas. Ursache ist die großräumige Kollision der Indischen mit der Eurasischen Platte. Dadurch wird das Tibetische Plateau angehoben und seitlich verformt. Die Spannungen werden an zahlreichen aktiven Störungszonen abgebaut, darunter große Verwerfungen im Bereich von Kunlun, Qilian Shan und dem nördlichen Rand des Plateaus.

Die Region Haixi erlebt immer wieder stärkere Erdbeben. Viele dieser Ereignisse bleiben wegen der geringen Bevölkerungsdichte vergleichsweise folgenarm, können lokal aber dennoch gefährlich sein. Das aktuelle Beben zeigt genau diese Mischung: seismologisch ein starkes Ereignis, aber mit einem Epizentrum in einem Gebiet, in dem deutlich weniger Menschen unmittelbar betroffen sind als in den großen Städten Ost- oder Zentralchinas.

Statistik: Keine statistische Auswertung möglich, da keine historischen Ereignisse vorliegen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Delingha China 4 keine Daten 183.1 deutlich spürbar
Golmud China 4 keine Daten 170.5 deutlich spürbar
Hongliuwan China 3 keine Daten 214.5 leicht spürbar
Yanglong China 3 2400 283.9 leicht spürbar
Shazhou China 3 keine Daten 257.8 leicht spürbar
Dunhuang China 3 186000 260.4 leicht spürbar
Jiayuguan China 2 231900 328.9 kaum spürbar
Laojunmiao China 2 84800 295.8 kaum spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.