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ShakeMap M4.4 am 11.07.2026 8:11 nahe Rudna, Polen

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 4.4
Zeit: 11.07.2026 8:11 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 1 km
Ursprung: induziert (Bergbau)
Region(en): Polen
Datenquelle(n): ERDBEBENNEWS

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Betroffene Menschen

Maximalintensität 7.5. Potenziell spürbar für etwa 2,2 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
1.6 Mio
schwach (3)
477k
deutlich (4)
98k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
92k
stark (6), leichte Schäden möglich
6k
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
229
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–2 sowie 0–2 Verletzten.

Todesopfer
0–2

Verletzte
0–2

Vertriebene
0–6

Schwer beschädigte Gebäude
0–3

Leicht beschädigte Gebäude
3–20

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Zusammenfassung

Am 11.07.2026 8:11 ereignete sich nahe Rudna, Polen ein Erdbeben der Magnitude 4.4 in 1 km Tiefe. Die berechnete Maximalintensität beträgt 7.6. Das Beben war vermutlich für bis zu 2,2 Mio Menschen spürbar. Lokal sind mäßige Gebäudeschäden möglich. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.

Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben

Im Südwesten Polens hat sich am Samstagmorgen ein moderates Erdbeben ereignet. Nach vorläufigen Erdbebennews-Auswertungen erreichte das Beben eine Magnitude von 4.4. Das Epizentrum lag nahe Lubin in der Woiwodschaft Niederschlesien. Die Erschütterungen traten gegen 8:11 Uhr auf. Wenige Minuten später wurde in der Region ein weiteres, schwächeres Beben der Magnitude 3.2 registriert, sowie ein Stunde später nochmals 3.0.

Das Hauptbeben wurde rund um Lubin, Polkowice und Głogów deutlich verspürt. Vereinzelt liegen auch Wahrnehmungsmeldungen aus Ostsachsen vor. Aufgrund der Entfernung waren dort allenfalls leichte Erschütterungen zu erwarten, die vor allem in ruhigen Gebäuden oder in oberen Stockwerken bemerkt werden konnten. Schäden sind bei einem Erdbeben dieser Stärke an der Erdoberfläche normalerweise nicht zu erwarten.

Bergbau löst regelmäßig Erdbeben aus

Bei dem Erdbeben handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein bergbauinduziertes Ereignis. Rund um Lubin und Polkowice liegt eines der bedeutendsten Kupferabbaugebiete Europas. In den tiefen Bergwerken des Unternehmens KGHM werden Kupfererze in mehreren hundert bis mehr als 1.000 Metern Tiefe gewonnen.

Durch den Abbau verändern sich die Spannungsverhältnisse im umgebenden Gestein. Dabei können sich zuvor aufgebaute Spannungen plötzlich lösen und sogenannte Gebirgsschläge oder bergbauinduzierte Erdbeben auslösen. Die Region Lubin gehört deshalb zu den seismisch aktivsten Gebieten Polens. Die meisten Ereignisse bleiben schwach, einzelne erreichen jedoch Magnituden über 4 und können auch weit außerhalb des Bergbaugebiets verspürt werden.

Ob das aktuelle Beben unmittelbar mit einem bestimmten Betriebsvorgang oder einem Gebirgsschlag in einer Mine verbunden war, ist bislang nicht bekannt.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Rudna, Polen? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten die stärksten 152 Erdbeben aus den internationalen ISC-Daten

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 4.4 in dieser Region statistisch mehrmals pro Jahr vor.

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres ein ähnlich starkes Beben passiert, liegt bei etwa 65.3%; innerhalb von zehn Jahren bei 100.0%.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte – sie sagen nichts über den genauen Zeitpunkt des nächsten Bebens, helfen aber, die regionale Aktivität einzuordnen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Rudna Polen 6 1600 5.1 leichte Schäden möglich
Lubin Polen 6 77500 8.1 leichte Schäden möglich
Grębocice Polen 5 1500 14.5 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Ścinawa Polen 5 5900 15.7 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Chocianów Polen 5 8200 22.9 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Legnica Polen 4 106000 29.5 deutlich spürbar
Głogów Polen 4 67300 23.2 deutlich spürbar
Leszno Polen 3 63600 47.7 leicht spürbar
Zielona Góra Polen 2 118400 71.2 kaum spürbar
Świdnica Polen 2 60400 72.5 kaum spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

Hast du dieses Erdbeben gespürt?

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
Drinnen gespürt
Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.