Betroffene Menschen
Zusammenfassung
Am 03.07.2026 06:03 ereignete sich nahe Hechingen ein Erdbeben der Magnitude 1.6 in 14 km Tiefe. Die berechneten Intensitäten lagen unter der Spürbarkeitsgrenze. Die Angaben basieren auf einem Modell von Erdbebennews und können lokal – etwa durch Baugrund und Gebäudeeigenschaften – abweichen.
Nachrichten und Hintergründe zu diesem Erdbeben
Im Zollernalbkreis kam es in den vergangenen Tagen zu einer kleinen Erdbebenserie. Das bisher stärkste Beben trat am Freitagmorgen auf. Nach automatischen Detektionen des Schweizerischen Erdbebendienstes SED erreichte es eine Magnitude von 1.6. In den Tagen zuvor hatte der Erdbebendienst Südwest bereits vier weitere Beben bis Magnitude 0.7 registriert. Die Epizentren lagen östlich von Hechingen. Die Herdtiefe wird mit rund 14 Kilometern angegeben.
Nach Detektionen von Erdbebennews traten seit dem 28. Juni insgesamt 18 meist sehr kleine Erdbeben im Raum Hechingen auf. Viele davon waren allerdings so schwach, dass keine präzise Lokalisierung möglich ist. Für den Zollernalbkreis sind solche Erdbebenserien nicht ungewöhnlich. Bereits in der jüngeren Vergangenheit kam es dort mehrfach zu Erdbebenhäufungen, teils auch zu richtigen Erdbebenschwärmen. Solche Schwärme werden häufig mit Fluidbewegungen in der Erdkruste in Verbindung gebracht.
Der Zollernalbkreis gehört zu den erdbebengefährdetsten Regionen Deutschlands. In Nord-Süd-Richtung verläuft dort die sogenannte Albstadt-Scherzone. An ihr verschieben sich Teile der Eurasischen Platte als Reaktion auf die Alpenbildung im Süden in entgegengesetzte Richtungen. Diese Bewegung ist sehr langsam und liegt bei weniger als einem Millimeter pro Jahr. Dennoch reicht sie aus, um über längere Zeiträume Spannungen in der Erdkruste aufzubauen, die sich immer wieder in leichten bis mäßigen Erdbeben entladen.
In den Jahren 1911, 1943 und 1978 führten starke Erdbeben um Magnitude 6 an verschiedenen Abschnitten der Albstadt-Scherzone zu schweren Gebäudeschäden in der Region. Davor war die Region entlang der Scherzone über Jahrhunderte weitgehend ruhig geblieben.
Auch in der jüngeren Vergangenheit kam es im Zollernalbkreis immer wieder zu verbreitet spürbaren Erdbeben. Eine vergleichsweise aktive Phase erlebte die Region zwischen 2019 und 2022. In diesem Zeitraum traten binnen drei Jahren neun Erdbeben mit Magnituden zwischen 3.0 und 4.1 auf. Seit 2024 ist es dagegen deutlich ruhiger: Es wurden nur wenige, lokal spürbare Beben um Magnitude 2 aufgezeichnet. Sollte die Magnitude von 1.6 nach manueller Überprüfung bestätigt werden, wäre das aktuelle Ereignis das stärkste Erdbeben in der Region seit April 2025.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Reutlingen | Deutschland | 0 | 112600 | 22.8 | nicht spürbar |
| Ofterdingen | Deutschland | 0 | 4300 | 8.3 | nicht spürbar |
| Dußlingen | Deutschland | 0 | 5300 | 12.7 | nicht spürbar |
| Rottenburg | Deutschland | 0 | 42700 | 14.3 | nicht spürbar |
| Balingen | Deutschland | 0 | 34400 | 12.5 | nicht spürbar |
| Albstadt | Deutschland | 0 | 46700 | 15.3 | nicht spürbar |
| Mössingen | Deutschland | 0 | 20000 | 8.2 | nicht spürbar |
| Hechingen | Deutschland | 0 | 19400 | 1.2 | nicht spürbar |
| Burladingen | Deutschland | 0 | 13100 | 11.9 | nicht spürbar |
| Haigerloch | Deutschland | 0 | 10800 | 13.2 | nicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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