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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–3 sowie 0–4 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Das Wichtigste zum Erdbeben
Nahe Qinghai, China hat sich am 28.07.2026 5:34 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 5.8 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von CENC in geringer Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 8.6 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 3,7 Mio Menschen spürbar gewesen sein. Nahe des Epizentrums sind schwere Gebäudeschäden möglich. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.
Nachrichten und Hintergründe
Am Dienstagmorgen haben zwei starke Erdbeben und zahlreiche kleinere die westchinesische Provinz Qinghai erschüttert. Nach Angaben des China Earthquake Networks Center (CENC) ereignete sich zunächst um 03:16 UTC (11:16 Uhr Ortszeit) ein Erdbeben der Magnitude 5,7. Nur rund 18 Minuten später folgte nahezu am selben Ort ein weiteres Beben der Magnitude 5,8. Beide Erdbeben hatten eine Herdtiefe von gerundeten 10 Kilometern.
Das Epizentrum lag im Kreis Xinghai in der Autonomen Präfektur Hainan der Provinz Qinghai. Die Region befindet sich auf dem nordöstlichen Rand des Tibetischen Hochplateaus und ist nur dünn besiedelt. Dennoch waren die Erschütterungen in zahlreichen Ortschaften deutlich zu spüren.
Schäden in sieben Gemeinden
Nach Angaben der Kreisverwaltung wurden alle sieben Gemeinden des Kreises Xinghai von den Erdbeben betroffen. Erste Erkundungen bestätigten Schäden an Wohnhäusern, Straßen und weiterer Infrastruktur. Fotos aus dem Katastrophengebiet zeigen unter anderem beschädigte Wohnhäuser von Viehhalterfamilien sowie kleinere Schäden an öffentlichen Gebäuden.
Während der Erschütterungen kam es außerdem zu Steinschlägen und kleineren Hangabbrüchen in den umliegenden Bergregionen. Ob Straßen dadurch blockiert wurden, wird derzeit noch untersucht.
Todesopfer oder Verletzte wurden bisher nicht gemeldet. Die Schadensaufnahme dauert jedoch an.
Großeinsatz der Behörden
Die chinesischen Behörden entsandten unmittelbar nach den Erdbeben rund 600 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und medizinische Teams. Aufgrund der weitläufigen und hoch gelegenen Landschaft gestaltet sich die vollständige Erfassung der Schäden jedoch schwierig.
Tektonischer Hintergrund
Qinghai gehört zu den seismisch aktivsten Regionen Chinas. Die Erdbeben stehen im Zusammenhang mit der fortschreitenden Kollision der Indischen und Eurasischen Platte. Dabei wird das Tibetische Hochplateau bis heute angehoben, wodurch zahlreiche große Störungszonen immer wieder starke Erdbeben erzeugen.
Die aktuelle Erdbebenserie ereignete sich im nordöstlichen Teil dieses Deformationsgürtels. Charakteristisch für die Region sind Serien mehrerer ähnlich starker Erdbeben innerhalb kurzer Zeit, da sich die Spannungen häufig auf benachbarte Störungssegmente übertragen.
Erst vor rund sechs Wochen wurde Qinghai bereits von einem stärkeren Erdbeben erschüttert. Am 16. Juni 2026 ereignete sich im Norden der Provinz ein Erdbeben der Magnitude 6,3, bei dem nach offiziellen Angaben ein Mensch ums Leben kam und vier weitere verletzt wurden. Das damalige Beben verursachte ebenfalls Schäden an Gebäuden und Infrastruktur und löste einen größeren Rettungseinsatz aus. Das aktuelle Doppelbeben ereignete sich zwar in einer anderen Teilregion Qinghais, verdeutlicht aber erneut die hohe seismische Aktivität am Nordostrand des Tibetischen Hochplateaus.
Schadenslage noch unvollständig
Da das Epizentralgebiet nur dünn besiedelt ist, dürfte die Zahl der Schäden deutlich geringer ausfallen als bei vergleichbaren Erdbeben in dichter besiedelten Regionen. Dennoch werden in den kommenden Stunden weitere Informationen zur Zahl beschädigter Gebäude und möglicher Infrastrukturfolgen erwartet. Auch mit Nachbeben muss gerechnet werden.
Update 29. JUli, 8:35 Uhr: Mehr als 400 beschädigte Häuser – keine Opfer nach Erdbebenserie in Qinghai
Nach den beiden Erdbeben der Magnituden 5.7 und 5.8 in der chinesischen Provinz Qinghai liegt inzwischen eine umfassendere Schadensbilanz vor. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden in sieben Gemeinden mehr als 400 Wohnhäuser beschädigt. Zudem entstanden Schäden an Straßen und weiterer Infrastruktur. Todesopfer oder Verletzte wurden weiterhin nicht gemeldet.
Rund 600 Einsatzkräfte sind weiterhin im Katastrophengebiet im Einsatz. Die Behörden richteten einen Krisenstab ein und führten umfangreiche Kontrollen an Stauseen, Kraftwerken, Minen, Tankstellen sowie der Wasserversorgung durch. Nach bisherigem Stand wurden dort keine größeren Schäden festgestellt.
Die Erdbeben ereigneten sich in einer dünn besiedelten Region des nordöstlichen Tibet-Plateaus. Vor allem trug die geringe Bevölkerungsdichte wesentlich dazu bei, dass trotz der vergleichsweise starken Erschütterungen keine Menschen ums Leben kamen. Die Schadensaufnahmen dauern jedoch weiter an.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Qinghai, China? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 218 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 5.8 in dieser Region statistisch alle 4.1 Jahre vor.
Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 21.6% innerhalb eines Jahres und 91.2% innerhalb von zehn Jahren.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Ziketan | China | 6 | keine Daten | 45.4 | leichte Schäden möglich |
| Gabasumdo | China | 5 | keine Daten | 88.8 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Mangqu | China | 4 | keine Daten | 109.6 | deutlich spürbar |
| Dawu | China | 4 | keine Daten | 114.6 | deutlich spürbar |
| Qabqa | China | 4 | keine Daten | 139.3 | deutlich spürbar |
| Shaliuhe | China | 3 | 13000 | 224.8 | leicht spürbar |
| Xihai | China | 3 | 13200 | 210.0 | leicht spürbar |
| Ha’ergai Dadui | China | 3 | 11100 | 224.1 | leicht spürbar |
| Sanjiaocheng | China | 3 | 11200 | 213.5 | leicht spürbar |
| Oula Xiuma | China | 3 | 3200 | 186.9 | leicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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