Startseite » Costa Rica » Erdbeben (M5.4) in Costa Rica verursacht leichte Schäden

Berechnete ShakeMap zum Erdbeben der Magnitude 5.4 nahe Costa Rica am 24.08.2026 9:37

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 5.4
Zeit: 24.08.2026 9:37 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 7 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Costa Rica
Datenquelle(n): UCR

Interaktive Karte öffnen
ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 6.4. Potenziell spürbar für etwa 4,6 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
871k
schwach (3)
1.1 Mio
deutlich (4)
2.1 Mio
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
586k
stark (6), leichte Schäden möglich
883
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–1 sowie 0–1 Verletzten.

Todesopfer
0–1

Verletzte
0–1

Vertriebene
0–1

Schwer beschädigte Gebäude
0–1

Leicht beschädigte Gebäude
0–10

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Das Wichtigste zum Erdbeben

Nahe Costa Rica hat sich am 24.08.2026 9:37 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 5.4 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von UCR in etwa 7 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 6.5 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 4,6 Mio Menschen spürbar gewesen sein. Kleinräumig sind leichte Gebäudeschäden möglich. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.

Nachrichten und Hintergründe

Ein flaches Erdbeben hat in der Nacht zum Montag die Hauptstadtregion von Costa Rica erschüttert und kleinere Schäden verursacht. Nach Angaben der Red Sismológica Nacional (RSN / UCR) erreichte das Beben eine Magnitude von 5.4 und ereignete sich am 24. August um 01:37 Uhr Ortszeit nördlich von Vázquez de Coronado, unmittelbar nordöstlich der Hauptstadt San José.

Die RSN lokalisierte das Epizentrum etwa elf Kilometer nördlich von Cascajal im Kanton Vázquez de Coronado und bestimmte eine geringe Herdtiefe von rund sieben Kilometern. Nur zwei Minuten später folgte in nahezu derselben Region ein weiteres kräftiges Beben der Magnitude 4.8.

Kleinere Schäden und Felsstürze

Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde CNE traten kleinere Schäden auf. In Dulce Nombre de Jesús bei Coronado wurde die Mauer eines Wohnhauses beschädigt. In San Vicente de Moravia stürzte ein Strommast um. Außerdem lösten die Erschütterungen an der Ruta 32 im Bereich des Nationalparks Braulio Carrillo Fels- und Materialstürze aus.

Die Ruta 32, eine wichtige Straßenverbindung zwischen San José und der Karibikküste, wurde im Bereich der Abgänge zeitweise vorsorglich gesperrt. Weitere größere Gebäudeschäden wurden bislang nicht festgestellt. Auch Verletzte oder Todesopfer sind nach dem bisherigen Stand nicht bekannt.

Zahlreiche Nachbeben

Auf das Hauptbeben folgte eine intensive Nachbebenserie. Das Observatorio Vulcanológico y Sismológico de Costa Rica (OVSICORI) registrierte bereits innerhalb der ersten Stunden zahlreiche weitere Erdbeben. Das stärkste davon war das unmittelbar folgende Beben um 01:39 Uhr.

Die Erschütterungen wurden aufgrund der geringen Herdtiefe in weiten Teilen des dicht besiedelten Valle Central, in dem auch die Hauptstadt San José liegt, kräftig wahrgenommen. Viele Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen.

Tektonische Einordnung

Costa Rica liegt an der aktiven Plattengrenze zwischen der Cocosplatte und der Karibischen Platte. Vor der Pazifikküste taucht die Cocosplatte am Mittelamerikanischen Graben unter Mittelamerika ab. Diese Subduktion ist für einen Großteil der starken Erdbeben des Landes verantwortlich und speist zugleich den Vulkanbogen Costa Ricas.

Das aktuelle Beben lag allerdings weit im Landesinneren unter bzw. unmittelbar nördlich des zentralen Vulkanbogens. Ursächlich ist eine lokale Störungszone, die nördlich von San José verläuft. In der Region treten immer wieder flache Erdbeben auf, gelegentlich auch in Form ganzer Erdbebenserien.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Costa Rica? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 500 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 5.4 in dieser Region statistisch mehrmals pro Jahr vor.

Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 87.0% innerhalb eines Jahres und 100.0% innerhalb von zehn Jahren.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Llorente Costa Rica 5 6600 23.5 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
San Pedro Costa Rica 5 27500 19.3 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Mercedes Norte Costa Rica 5 26000 20.3 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
San José Costa Rica 5 335000 20.9 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Curridabat Costa Rica 5 34600 19.9 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
San Francisco Costa Rica 5 55900 20.6 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Paraíso Costa Rica 5 39700 28.3 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Ipís Costa Rica 5 26700 13.9 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Guadalupe Costa Rica 5 26000 17.8 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
San Juan Costa Rica 5 26000 18.3 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

1 von 1 Meldung auf der Karte
Heinrich Wagner · 23.08.2026, 03:37 CEST
Costa Rica, San Jose, Curridabat

Woke up to strong shaking and vibration on the 7th floor of a hotel. Around 1:37 a.m. The shaking and tremors felt like they lasted about 10 seconds. Put on trousers and socks. A weaker aftershock lasting about 5 seconds. Ran down via the fire escape. Waited in the courtyard for about an hour.

Hast du dieses Erdbeben gespürt?

Melde deine Beobachtung – sie hilft, Intensität und Auswirkungen besser einzuordnen.

Pflichtfelder sind mit * markiert. Bitte keine vollen Klarnamen oder exakten Adressen eintragen. Die Kartenposition wird nur intern gespeichert und für öffentliche Karten anonymisiert.

Klicke auf die Karte oder ziehe den Marker.
Deutsche Ortszeit (MEZ/MESZ). Bei Nachbeben oder späterer Wahrnehmung bitte anpassen.
Weitere Details zur Wahrnehmung angeben (optional)

Mit ein paar zusätzlichen Angaben hilfst du uns, die Stärke des Erdbebens an deinem Standort besser einzuschätzen. Bitte nur Beobachtungen angeben, bei denen du dir sicher bist.

1. Situation
Wo warst du?
Was hast du gerade gemacht?
2. Wahrnehmung durch Personen
Wie hast du das Ereignis selbst wahrgenommen?*
Wie viele andere Personen in deiner direkten Umgebung haben das Beben wahrgenommen?
Wurde die Erschütterung auch im Freien wahrgenommen?
3. Auswirkungen auf Gegenstände
Gab es erkennbare Auswirkungen auf Gegenstände?

Falls ja, wähle alles aus, was sicher beobachtet wurde.

4. Gebäudeschäden
Sind durch das Erdbeben neue Gebäudeschäden entstanden?

Nur neue, plausibel durch das Beben entstandene Schäden auswählen. Bereits vorhandene Risse bitte nicht angeben.

5. Persönlicher Eindruck (optional)

Diese Einschätzung fließt nur schwach in die automatische Intensitätsschätzung ein.


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.