Startseite » Deutschland » Kleines Erdbeben (M0.8) in Herten

Berechnete ShakeMap zum Erdbeben der Magnitude 0.8 nahe Herten am 16.08.2026 19:36

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 0.8
Zeit: 16.08.2026 19:36 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 1 km
Ursprung: induziert
Region(en): Deutschland
Datenquelle(n): BENSBERG

Interaktive Karte öffnen
ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 2.3. Potenziell spürbar für etwa 4,7 Tsd Menschen.
kaum spürbar (2)
5k
schwach (3)
0
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Das Wichtigste zum Erdbeben

Nahe Herten hat sich am 16.08.2026 19:36 Uhr ein induziertes Erdbeben der Magnitude 0.8 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von Bensberg in etwa 1 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 2.5 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 4,7 Tsd Menschen spürbar gewesen sein. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.

Nachrichten und Hintergründe

Am Sonntagabend hat sich an der Stadtgrenze von Herten und Herne ein sehr schwaches Erdbeben ereignet. Wie die Erdbebenstation Bensberg am Freitag nachträglich meldete, erreichte das Beben um 19:36 Uhr eine Magnitude von 0.8.

Bereits wenige Minuten nach dem Ereignis ging bei Erdbebennews eine Wahrnehmungsmeldung aus dem Herner Stadtteil Wanne ein. Dort wurden leichte Erschütterungen wahrgenommen. Da sich Wanne unmittelbar im Bereich des von Bensberg bestimmten Epizentrums befindet, lässt sich die Meldung mit hoher Wahrscheinlichkeit diesem Erdbeben zuordnen. Damit gehört das Ereignis zu den schwächsten Erdbeben der vergangenen Jahre in Deutschland, für die eine menschliche Wahrnehmung dokumentiert werden konnte.

Dass selbst ein Beben dieser geringen Magnitude vereinzelt gespürt wird, ist allerdings nicht völlig überraschend. Das Erdbeben steht sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem kontrollierten Anstieg des Grubenwassers im ehemaligen Steinkohlerevier des Ruhrgebiets. Entsprechende Ereignisse treten in sehr geringer Tiefe auf; für dieses Beben wurde eine Herdtiefe von rund einem Kilometer bestimmt. Bereits Ende 2025 und im Verlauf des Jahres 2026 wurden in der Umgebung mehrere ähnlich starke Erdbeben registriert.

Für die Wahrnehmbarkeit spielt neben der geringen Herdtiefe auch die Umgebungssituation eine Rolle. Das Beben ereignete sich an einem Sonntagabend während der Bundesliga-Sommerpause – zu einer Zeit, in der Verkehr und andere störende Bodenerschütterungen im Ruhrgebiet vergleichsweise gering sind und sich viele Menschen zuhause aufhalten. Unter solchen ruhigen Bedingungen können selbst äußerst schwache Erdbeben in unmittelbarer Nähe des Epizentrums gelegentlich wahrgenommen werden.

Epizentrum möglicherweise weiter südlich

Die Erdbebenstation Bensberg lokalisierte das Epizentrum auf Hertener Stadtgebiet. Entsprechend ist es auch auf der Erdbebennews-Karte dargestellt. Die Ortung eines derart kleinen Ereignisses ist allerdings mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Bensberg gibt für das Epizentrum eine Unsicherheit von rund 4,8 Kilometern an; insbesondere in Nord-Süd-Richtung ist der mögliche Bereich vergleichsweise groß.

Auch der Herner Stadtteil Wanne liegt innerhalb dieses Unsicherheitsbereichs. Die dort eingegangene Wahrnehmungsmeldung könnte daher ein Hinweis darauf sein, dass sich das tatsächliche Epizentrum weiter südlich befand als zunächst berechnet – möglicherweise sogar direkt im Bereich von Wanne. Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Erdbeben ist, desto schwieriger und ungenauer lässt sich sein Entstehungsort anhand seismischer Messungen bestimmen.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Dorsten Deutschland 0 80000 14.7 nicht spürbar
Herne Deutschland 0 172100 7.9 nicht spürbar
Bochum-Hordel Deutschland 0 380000 9.3 nicht spürbar
Marl Deutschland 0 91400 8.9 nicht spürbar
Witten Deutschland 0 101200 21.5 nicht spürbar
Essen Deutschland 0 593100 16.2 nicht spürbar
Bochum Deutschland 0 385700 12.4 nicht spürbar
Gelsenkirchen Deutschland 0 270000 8.8 nicht spürbar
Recklinghausen Deutschland 0 122400 5.7 nicht spürbar
Bottrop Deutschland 0 119900 15.6 nicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

0 von 1 Meldung auf der Karte
Für die vorhandenen Meldungen wurden keine Kartenpositionen angegeben.
BB · Intensität: IV · 16.08.2026, 19:45 CEST
Herne Wanne

Vibrierender Boden

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Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.