Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Das Wichtigste zum Erdbeben
Nahe Innsbruck hat sich am 08.08.2026 6:42 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 3.5 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von Geosphere in etwa 8 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 4.7 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 379 Tsd Menschen spürbar gewesen sein. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.
Nachrichten und Hintergründe
Am Samstagmorgen hat sich im Raum Innsbruck ein leichtes Erdbeben ereignet. Nach Angaben von GeoSphere Austria erreichte das Beben eine Magnitude von 3.5. Das Epizentrum lag im Bereich von Hall in Tirol, östlich von Innsbruck. Das Erdbeben ereignete sich gegen 6:43 Uhr und wurde im gesamten Innsbrucker Becken deutlich wahrgenommen. Nach Erdbebennews-Berechnungen könnte es auch noch in angrenzenden Orten von Bayern schwach wahrgenommen worden sein.
Zahlreiche Menschen wurden durch die Erschütterungen aus dem Schlaf geweckt. Wahrnehmungsmeldungen liegen unter anderem aus Innsbruck, Hall, Mils, Tulfes und Igls vor, vereinzelt wurde das Beben offenbar noch bis in den Raum Wörgl bemerkt. Häufig beschrieben Betroffene einen kurzen kräftigen Stoß beziehungsweise wenige Sekunden dauerndes Rütteln. Zudem wurde vielfach von einem lauten Rumpeln oder Brummen berichtet. Solche Geräusche können bei oberflächennahen Erdbeben durch hochfrequente seismische Wellen entstehen, die Gebäude und andere Strukturen zum Schwingen anregen. Berichte über Schäden liegen bislang nicht vor.
Das Inntal gehört zu den erdbebenaktivsten Regionen Österreichs. Ursache ist die bis heute andauernde tektonische Beanspruchung der Alpen infolge der Kollision zwischen der Adriatischen und der Eurasischen Platte. Dabei werden bestehende Störungszonen in der Erdkruste immer wieder aktiviert. Die sogenannte Inntal-Störung, die durch das namensgebende Tal verläuft, bildet dabei eine horizonale Ausgleichverschiebung.
Auch stärkere Erdbeben sind aus der Region historisch bekannt. Besonders bedeutend war das Erdbeben von Hall am 17. Juli 1670, das eine Intensität von VIII erreichte und schwere Gebäudeschäden sowie mehrere Todesopfer verursachte. Das heutige Beben war mit Magnitude 3.5 dagegen erheblich schwächer. Erdbeben dieser Stärke können nahe des Epizentrums deutlich erschrecken und kleinere Gegenstände bewegen, führen normalerweise jedoch nicht zu Gebäudeschäden.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Innsbruck? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 44 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 3.5 in dieser Region statistisch mehrmals pro Jahr vor.
Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 94.3% innerhalb eines Jahres und 100.0% innerhalb von zehn Jahren.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Hall in Tirol | Österreich | 5 | 13300 | 0.8 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Pradl | Österreich | 4 | 32600 | 8.4 | deutlich spürbar |
| Wattens | Österreich | 4 | 7900 | 5.4 | deutlich spürbar |
| Wilten | Österreich | 4 | 18100 | 10.6 | deutlich spürbar |
| Lans | Österreich | 4 | 1100 | 8.8 | deutlich spürbar |
| Innsbruck | Österreich | 3 | 132500 | 10.0 | leicht spürbar |
| Hötting | Österreich | 3 | 35000 | 11.7 | leicht spürbar |
| Garmisch-Partenkirchen | Deutschland | 2 | 26000 | 39.1 | kaum spürbar |
| Geretsried | Deutschland | 2 | 23400 | 63.2 | kaum spürbar |
| Munich | Deutschland | 0 | 1260400 | 94.3 | nicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
Es hat vibriert
Es hat leicht gerüttelt und war lautes beben
es war ein knall par millisek.lang, fenstern geklirrt, bett geschüttelt, und danach noch ca 1/2 min gewackelt,
Als wäre ein großer Bus direkt am Haus vorbeigefahren - nur dass es vollkommen ruhig war, nur vibriert hat. Bin davon aufgewacht.
Leichtes Ruckeln des Gebäudes. Ich war im 2. Stock im Bildungshaus St. Michael in Matrei
Erzittern des Bodens im 3. Stockwerk einrs Gebäudes
Rütteln als ich im Bett lag.
Dachte kurz das könnte ein Erdbeben sein und bin dann wieder eingeschlafen …
Fenster und Jalousien haben gewackelt
Ich wurde durch das Schwanken bzw leichtes Rütteln meines Bettes wach. Zudem war ein Geräusch zu vernehmen, allerdings nicht sehr laut. Kurz nachgedacht, ob jemand handwerklich tätig sein könnte, doch die Uhrzeit deutete nicht darauf hin...da wurde es mir klar, dass es ein Beben war.
Lautes Grollen/Brummen
Und beben des Bidens
Rütteln, lautes Brummen
Lautes Grollen
Seitlicher Ruck (Welle), kurzes Grollen
Relativ strakes beben, sehr deutlich zu spüren
Wir wurden aus dem Schlaf gerissen und meine Freundin hat sofort gefragt, ob das ein Erdbeben war. Das war auch das erste woran ich gedacht habe, aber ich dachte mir das ist unwahrscheinlich
Lautes Grollen, lurze, aber deutlich wahrnehmbare Vibration bzw. Rütteln,, bin davon aufgewacht.
bett hat gewackelt bin aufgewacht davon
Sehr Lautes grollen, Schwanken des Hauses
Lautes Brummen, deutliches wackeln
Ein lauter Knall wie bei einer Explosion und eine kurze, deutlich wahrnehmbare Erschütterung
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