Startseite » Spanien » Leichtes Erdbeben (M4.1) nahe Murcia, Spanien

Berechnete ShakeMap zum Erdbeben der Magnitude 3.9 nahe Murcia, Spanien am 02.08.2026 11:59

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 4.1
Zeit: 02.08.2026 11:59 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 6 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Spanien
Datenquelle(n): IGN

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ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 6.0. Potenziell spürbar für etwa 2,0 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
1.1 Mio
schwach (3)
737k
deutlich (4)
134k
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
7k
stark (6), leichte Schäden möglich
51
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–1 sowie 0–1 Verletzten.

Todesopfer
0–1

Verletzte
0–1

Vertriebene
0–1

Schwer beschädigte Gebäude
0–1

Leicht beschädigte Gebäude
0–4

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Das Wichtigste zum Erdbeben

Nahe Murcia, Spanien hat sich am 02.08.2026 11:59 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 3.9 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von IGN in etwa 5 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 6.0 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 2,0 Mio Menschen spürbar gewesen sein. Kleinräumig sind leichte Gebäudeschäden möglich. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.

Nachrichten und Hintergründe

Update 13:08 Uhr: IGN korrigierte das Beben nach weiterer manueller Prüfung der Daten auf Magnitude 4.1 und bestimmte eine Tiefe von 6 Kilometern.

Ein Erdbeben der Magnitude 3.9 hat am Sonntagmittag um 11:59 Uhr den Südosten Spaniens erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des spanischen Erdbebendienstes IGN nordwestlich von Librilla, rund 20 Kilometer westlich der Großstadt Murcia. Der Erdbebenherd befand sich in etwa fünf Kilometern Tiefe. Der Tiefenwert ist in diesem Fall fixiert. Das heißt: Eine genaue Bestimmung der Tiefe war bisher nicht möglich. Die Einordnung erfolgte manuell durch einen Seismologen aufgrund der Erfahrungswerte früherer Beben.

Die Erschütterungen waren in weiten Teilen der Region Murcia deutlich zu spüren, unter anderem in Murcia, Alhama de Murcia und Molina de Segura. Einzelne Wahrnehmungsmeldungen kamen auch aus der benachbarten Provinz Alicante. Das IGN ermittelte bislang eine maximale Intensität von III bis IV. Berichte über Schäden liegen derzeit nicht vor und sind bei der Stärke auch nicht großflächig zu erwarten. Einzig in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum könnte es vereinzelt zu geringfügigen Schäden wie Haarrissen im Putz gekommen sein.

Die Region Murcia gehört zu den erdbebenreichsten Gebieten Spaniens. Ursache ist die langsame Annäherung der Afrikanischen und Eurasischen Platte, durch die mehrere Störungszonen im Südosten der Iberischen Halbinsel unter Spannung stehen.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Murcia, Spanien? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 34 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 3.9 in dieser Region statistisch etwa einmal pro Jahr vor.

Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 49.5% innerhalb eines Jahres und 99.9% innerhalb von zehn Jahren.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Librilla Spanien 5 4100 5.6 stark spürbar, einzelne Schäden möglich
Sangonera la Verde Spanien 4 9600 15.1 deutlich spürbar
Molina de Segura Spanien 4 64100 20.3 deutlich spürbar
Alcantarilla Spanien 4 41100 14.8 deutlich spürbar
Murcia Spanien 4 436900 22.7 deutlich spürbar
Cartagena Spanien 3 212000 50.2 leicht spürbar
Orihuela Spanien 3 86200 41.8 leicht spürbar
Cieza Spanien 3 35200 34.3 leicht spürbar
Mazarrón Spanien 3 35200 37.5 leicht spürbar
Torre-Pacheco Spanien 3 35600 43.0 leicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Aufenthaltsort & Aktivität
Wahrnehmung
Drinnen gespürt
Draußen gespürt
Auswirkungen auf Objekte
Gebäudeschäden
Subjektive Stärke


Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.