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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–2 sowie 0–5 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Das Wichtigste zum Erdbeben
Nahe Huancayo, Peru hat sich am 06.08.2026 20:57 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 5.0 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von IGP in etwa 9 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 7.4 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 6,8 Mio Menschen spürbar gewesen sein. Lokal sind mäßige Gebäudeschäden möglich. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.
Nachrichten und Hintergründe
Ein Erdbeben der Magnitude 5.0 hat am Mittwochabend (Ortszeit) erneut die Region Junín in Zentralperu erschüttert. Das Peruanische Geophysikalische Institut (IGP) lokalisierte das Epizentrum rund 19 Kilometer südwestlich von Chupaca in einer Tiefe von etwa neun Kilometern. Besonders betroffen waren die Provinzen Chupaca und Huancayo.Nach Angaben der peruanischen Katastrophenschutzbehörde INDECI wurden mindestens sieben Menschen verletzt. Unter den Verletzten befinden sich zwei Kinder sowie eine schwangere Frau. Ein zehnjähriges Mädchen erlitt Frakturen an beiden Füßen, nachdem ein Fahrzeug von Steinschlag getroffen wurde. Ein vierjähriges Kind wurde bei einem weiteren Hangrutsch leicht verletzt. Eine weitere Person zog sich beim Einsturz eines Lehmhauses einen Oberschenkelbruch zu. Todesopfer wurden nicht gemeldet.
Das Erdbeben verursachte außerdem zahlreiche Sachschäden. Mehrere Lehmhäuser stürzten in den Distrikten Chupuro und Chongos Bajo ein, weitere Gebäude wurden in mehreren Ortschaften beschädigt oder gelten inzwischen als unbewohnbar. Hinzu kamen zahlreiche Felsstürze und Erdrutsche, die mehrere Straßen blockierten oder beschädigten. Auf der Straße zwischen Chupuro und Chanca wurden mehrere Fahrbahnabsenkungen registriert. In mindestens sechs Distrikten kam es vorübergehend zu Stromausfällen.
Region war bereits vom Juli-Erdbeben schwer betroffen
Erschwerend ist die Situation, weil das aktuelle Erdbeben dieselbe Region traf, die bereits am 18. Juli von einem stärkeren Erdbeben der Magnitude 5.4 erschüttert worden war. Dieses Beben forderte fünf Todesopfer, verletzte mehr als 150 Menschen und machte tausende Bewohner obdachlos. Über 4.000 Wohngebäude wurden damals zerstört, unbewohnbar oder beschädigt.
Viele der nun betroffenen Gebäude waren bereits durch das Juli-Beben vorgeschädigt. Nach Angaben der örtlichen Behörden führten die neuen Erschütterungen dazu, dass einige dieser Häuser nun vollständig einstürzten oder endgültig aufgegeben werden mussten. Dadurch fielen die Schäden deutlich größer aus, als es für ein Erdbeben der Magnitude 5.0 normalerweise zu erwarten wäre.
In der Region hält die Nachbebenaktivität weiterhin an. Bereits rund eine halbe Stunde nach dem Hauptbeben registrierte das IGP ein weiteres Nachbeben der Magnitude 3.5. Die Schadensaufnahme durch die Behörden dauert an, sodass sich die Bilanz in den kommenden Tagen noch ändern kann.
Update 19:55 Uhr: 15 Verletzte und mehr als 125 Häuser zerstört oder unbewohnbar
Die Schadenserfassung nach dem jüngsten Erdbeben in Junín zeigt inzwischen deutlich größere Auswirkungen als zunächst bekannt. Nach Angaben der regionalen Behörden wurden 15 Menschen verletzt. Unter den. In den besonders betroffenen Orten des Canipaco-Tals wurden mehr als 125 Wohnhäuser als zerstört oder unbewohnbar eingestuft. Hinzu kommen zahlreiche weitere beschädigte Gebäude. Allein in Yanacancha wurden inzwischen mehr als 250 betroffene Gebäude gemeldet. Viele Häuser waren bereits durch das Erdbeben vom 18. Juli vorgeschädigt und erlitten durch die erneuten Erschütterungen weitere Schäden oder stürzten ein.
Erhebliche Auswirkungen gibt es auch auf die medizinische Versorgung: 14 Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt. Die Einrichtungen in Chongos Alto und Yana Yana sind derzeit nicht mehr betriebsfähig; weitere Gesundheitsstationen müssen auf ihre Standsicherheit überprüft werden. Zudem wurden mehrere Straßen im Canipaco-Tal durch Felsstürze und Erdrutsche blockiert. Wegen des Schadensausmaßes haben lokale Behörden die Ausrufung des Notstands für besonders betroffene Gebiete beantragt.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Huancayo, Peru? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 500 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 5.0 in dieser Region statistisch mehrmals pro Jahr vor.
Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 94.1% innerhalb eines Jahres und 100.0% innerhalb von zehn Jahren.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Sapallanga | Peru | 7 | keine Daten | 9.4 | mäßige Schäden möglich |
| Huayucachi | Peru | 7 | 5800 | 7.3 | mäßige Schäden möglich |
| Chilca | Peru | 7 | 73400 | 13.6 | mäßige Schäden möglich |
| Pilcomayo | Peru | 7 | 8200 | 16.4 | mäßige Schäden möglich |
| Chupuro | Peru | 7 | keine Daten | 4.6 | mäßige Schäden möglich |
| Huancayo | Peru | 6 | 376700 | 15.4 | leichte Schäden möglich |
| Jauja | Peru | 4 | 21100 | 53.2 | deutlich spürbar |
| Huancavelica | Peru | 4 | 41600 | 72.0 | deutlich spürbar |
| Tarma | Peru | 3 | 51400 | 98.0 | leicht spürbar |
| Imperial | Peru | 3 | 32300 | 152.7 | leicht spürbar |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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