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Betroffene Menschen
Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)
Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0–3 sowie 0–8 Verletzten.
Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.
Wie werden die Werte berechnet?
Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.
Warum sind nur Spannen angegeben?
Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.
Das Wichtigste zum Erdbeben
Nahe Peru hat sich am 20.08.2026 20:00 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 6.7 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von USGS in etwa 67 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 8.0 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 6,4 Mio Menschen spürbar gewesen sein. Lokal sind mäßige Gebäudeschäden möglich. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.
Nachrichten und Hintergründe
Am Donnerstagabend um 18:00 UTC (13:00 Uhr Ortszeit) hat ein kräftiges Erdbeben den Süden Perus erschüttert. Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) erreichte das Beben eine Magnitude von 6.7 und hatte einen Erdbebenherd in rund 67 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum lag etwa 38 Kilometer nordwestlich von Upahuacho in der Region Ayacucho. Die Erschütterungen wurden in weiten Teilen des südlichen Peru, unter anderem in den Regionen Arequipa und Ica, wahrgenommen.
Aufgrund der vergleichsweise großen Herdtiefe wurden die Erschütterungen zwar über eine große Region hinweg gespürt, an der Oberfläche fielen sie jedoch deutlich schwächer aus als bei einem flachen Erdbeben gleicher Magnitude. Dennoch kam es in einigen Anden-Tälern stellenweise zu sehr starken Erschütterungen. Eine Tsunami-Gefahr besteht nicht.
Das Erdbebennews-Schadensmodell weist für das betroffene Gebiet eine maximale modellierte Intensität von etwa VIII aus. Vor allem in den kleineren Orten im Umland des Epizentrums kann es stellenweise zu teils schweren Schäden kommen. Zudem besteht ein hohes Risiko von Steinschlägen und Erdrutschen.
Peru liegt am Westrand Südamerikas, wo die ozeanische Nazca-Platte mit einer Geschwindigkeit von rund sieben Zentimetern pro Jahr unter die Südamerikanische Platte abtaucht. Das heutige Erdbeben ereignete sich wahrscheinlich innerhalb der bereits subduzierten Nazca-Platte und nicht direkt an der Plattengrenze. Solche Erdbeben können aufgrund ihrer größeren Herdtiefe über weite Entfernungen gespürt werden.
Update 21. August: 09:05 Uhr: Drei Verletzte und Schäden an mehr als 50 Gebäuden
Inzwischen liegen erste Schadensmeldungen zum Erdbeben in Südperu vor. Nach Angaben der peruanischen Behörden und des Katastrophenschutzes INDECI wurden drei Menschen leicht verletzt. Meldungen über Todesopfer liegen nicht vor.
Bei der Schadensaufnahme wurden bislang 22 beschädigte Wohnhäuser sowie Schäden an rund 30 öffentlichen Einrichtungen festgestellt. Betroffen sind unter anderem Schulen und Gesundheitseinrichtungen in Ayacucho und angrenzenden Regionen. Einzelne Gebäudeteile wurden vorsorglich gesperrt, die medizinische Versorgung kann nach bisherigen Angaben jedoch weiter aufrechterhalten werden. Insgesamt summiert sich die bisher bekannte Bilanz damit auf mehr als 50 beschädigte Gebäude. Die Schadenserfassung dauert aber weiterhin an. Besonders aus den abgelegeneren Orten können noch weitere Meldungen eintreffen.
Das Erdbeben löste außerdem an mehreren Stellen Felsstürze und kleinere Erdrutsche aus. Vorübergehend kam es zu Ausfällen der Stromversorgung: Mehr als 9.000 Anschlüsse im Raum Nazca und Puquio waren betroffen. Auch Telekommunikationsverbindungen waren örtlich beeinträchtigt.
Wie häufig sind solche Erdbeben?
Wie häufig sind Erdbeben nahe Peru? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 500 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.
Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 6.7 in dieser Region statistisch alle 4.9 Jahre vor.
Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 18.5% innerhalb eines Jahres und 87.1% innerhalb von zehn Jahren.
Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.
Betroffene Städte & Orte
| Stadt | Land | Intensität (EMS-98) | Bewohner | Entfernung Epizentrum (km) | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Pomacocha | Peru | 7 | 700 | 60.0 | mäßige Schäden möglich |
| Pampachiri | Peru | 7 | 700 | 49.2 | mäßige Schäden möglich |
| Tambo | Peru | 7 | 5000 | 38.3 | mäßige Schäden möglich |
| Pacapausa | Peru | 7 | 500 | 44.6 | mäßige Schäden möglich |
| Aniso | Peru | 7 | 200 | 40.4 | mäßige Schäden möglich |
| Nazca | Peru | 6 | 23600 | 144.3 | leichte Schäden möglich |
| Andahuaylas | Peru | 6 | 17400 | 110.2 | leichte Schäden möglich |
| Abancay | Peru | 5 | 55100 | 135.4 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Ayacucho | Peru | 5 | 140000 | 175.1 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
| Ica | Peru | 5 | 246800 | 236.1 | stark spürbar, einzelne Schäden möglich |
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben
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Wackelndes Bett
Schwankender Boden und Vibrationen
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