Startseite » Deutschland » Leichtes Erdbeben (M2.6) nahe Eggenfelden

Berechnete ShakeMap zum Erdbeben der Magnitude 2.6 nahe Eggenfelden am 22.09.2026 09:48

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 2.6
Zeit: 22.09.2026 09:48 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 10.0 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Deutschland
Datenquelle(n): BGR

Interaktive Karte öffnen
ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 2.5. Potenziell spürbar für etwa 7,4 Tsd Menschen.
kaum spürbar (2)
7k
schwach (3)
0
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
0

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Das Wichtigste zum Erdbeben

Nahe Eggenfelden hat sich am 22.09.2026 09:48 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 2.6 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von BGR in etwa 10 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 2.6 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 7,4 Tsd Menschen spürbar gewesen sein. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.

Nachrichten und Hintergründe

Ein leichtes aber sehr seltenes Erdbeben hat sich am Dienstagvormittag um 9.48 Uhr in Niederbayern ereignet. Das Epizentrum lag nach ersten Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bei Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn, rund 80 Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt München. Auswertungen des Erdbebendienstes Bayern ergeben eine Magnitude von 2.6. Damit dürfte das Beben nach Erdbebennews-Berechnungen im Umfeld des Epizentrums in Form schwacher Erschütterungen vereinzelt verspürt worden sein. Örtlich ist auch ein leicht hörbares Grollen möglich. Schäden infolge des Erdbebens sind nicht zu erwarten.

Erdbeben dieser Stärke sind in Niederbayern sehr selten. Es ist erst das zweite und mit Abstand stärkste Erdbeben, das je in der Region Eggenfelden verzeichnet wurde. Bayernweit ist es das stärkste Erdbeben seit 2019. Bisher kam es laut Archiv des Erdbebendienstes Bayern lediglich im Jahr 2015 zu einem nicht spürbaren Beben mit Magnitude 1.5 in Gangkofen. Zudem kam es im Jahr 1988 zu einem Erdbeben mit Magnitude 2.0 in Ering im Westen des Landkreises Rottal-Inn. Spürbare Erschütterungen infolge weit entfernter Erdbeben, zum Beispiel 1976 durch ein schweres Beben in Norditalien, traten in der Vergangenheit häufiger auf.

Warum gibt es dort überhaupt Erdbeben?

Auch wenn Niederbayern nicht zu den erdbebenreichsten Regionen Deutschlands gehört, können dort immer wieder kleinere Erdbeben auftreten. Das Gebiet liegt im sogenannten Molassebecken nördlich der Alpen. Tief im Untergrund befinden sich alte Störungen und Bruchzonen, die durch die Entstehung der Alpen und frühere tektonische Bewegungen geprägt wurden.

Solche alten Schwächezonen können auch heute noch unter Spannung geraten und Erdbeben hervorbringen können. Dieser Spannungsaufbau erfolg jedoch so langsam, dass an einzelnen Orten Erdbeben nur sehr selten auftreten. Über das gesamte deutsche Molassebecken vom Bodensee bis an den Inn kommt es aber immer wieder zu vereinzelten Erdbeben. Meist handelt es sich dabei um kleine Ereignisse, die nur lokal oder gar nicht verspürt werden. Jüngere Beispiele für spürbare Beben stammen aus den 80er Jahren: So kam es nach einem Beben der Stärke 3.1 im Jahr 1981 in Augsburg zu deutlich spürbaren Erschütterungen. 1988 ereignete sich ein ähnliches Erdbeben bei Pfaffenhofen.

Erst im Mai 2026 kam es zudem zu einem Erdbeben mit Magnitude 1.5 im Landkreis Passau. Dieses war das erste jemals dort instrumentell registrierte Erdbeben, wurde allerdings nicht von der Bevölkerung verspürt.

Erdbebenaktivität in der Region

Im Umkreis von 30 Kilometern um das Epizentrum verzeichnet der Erdbebennews-Katalog 0 Erdbeben ab Magnitude 1,0. Davon erreichten 0 mindestens Magnitude 2,0 und 0 mindestens Magnitude 3,0. In den vergangenen 365 Tagen wurden in diesem Gebiet 0 Ereignisse ab Magnitude 1,0 erfasst; in den vergangenen zehn Jahren waren es 0.

Magnitude und Intensität beschreiben unterschiedliche Eigenschaften eines Erdbebens. Für die Magnitudenstatistik wird ML verwendet; liegt keine ML vor, dient Mw als Ersatz.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Mitterskirchen Deutschland 2 2100 8.3 kaum spürbar
Malgersdorf Deutschland 2 1200 15.2 kaum spürbar
Falkenberg Deutschland 2 4000 7.6 kaum spürbar
Massing Deutschland 2 4100 4.5 kaum spürbar
Ruhstorf Deutschland 2 7100 14.6 kaum spürbar
Eggenfelden Deutschland 2 12900 6.9 kaum spürbar
Passau Deutschland 0 50600 59.4 nicht spürbar
Straubing Deutschland 0 44600 52.9 nicht spürbar
Erding Deutschland 0 33500 57.3 nicht spürbar
Deggendorf Deutschland 0 31100 52.8 nicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

Zu diesem Erdbeben liegen noch keine Wahrnehmungsmeldungen vor.

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Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.