Startseite » Indonesien » Schweres Erdbeben (M6.6) vor der Küste von Java, Indonesien

Berechnete ShakeMap zum Erdbeben der Magnitude 6.6 nahe Java, Indonesien am 11.09.2026 23:23

Berechnete Intensität des Erdbebens basierend auf einem Erdbebennews-Modell. Reale Intensität kann durch lokale Effekte leicht abweichen. Hintergrundkarte: OpenStreetMap.
Magnitude: 6.6
Zeit: 11.09.2026 23:23 Uhr deutsche Zeit
Tiefe: 358.6 km
Ursprung: tektonisch
Region(en): Indonesien
Datenquelle(n): USGS

Interaktive Karte öffnen
ShakeMap als Bild

Betroffene Menschen

Maximalintensität 3.7. Potenziell spürbar für etwa 96,0 Mio Menschen.
kaum spürbar (2)
41.6 Mio
schwach (3)
54.4 Mio
deutlich (4)
0
mäßig (5), einzelne Schäden möglich
0
stark (6), leichte Schäden möglich
0
sehr stark (7), mäßige Schäden möglich
0
heftig (8), schwere Schäden möglich
0
extrem (9+), schwere Zerstörung möglich
0
Hinweis: Werte beziehen sich auf den Kartenausschnitt und sind modellbasiert.

Schadens- & Opferabschätzung (automatisch)

Das Erdbebennews-Schadensmodell berechnet eine Opferzahl von 0 sowie 0 Verletzten.

Todesopfer
0

Verletzte
0

Vertriebene
0

Schwer beschädigte Gebäude
0

Leicht beschädigte Gebäude
3–20

Modellbasierte Berechnung der Erdbebenauswirkungen. Tatsächliche Schadenszahlen können abweichen.

Wie werden die Werte berechnet?

Die Spannen basieren auf einem empirischen Modell aus Intensität, Exposition (Bevölkerungsdaten) und Verwundbarkeit. Die Werte werden pro Intensitätszone aggregiert und gerundet.

Warum sind nur Spannen angegeben?

Frühe Abschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet (Datenlage, Baugrund, Bauweisen). Statt einer scheinbaren „Exaktheit“ zeigen wir den plausiblen Bereich, der sich im Verlauf mit neuen Informationen verfeinern lässt.

Das Wichtigste zum Erdbeben

Nahe Java, Indonesien hat sich am 11.09.2026 23:23 Uhr ein tektonisches Erdbeben der Magnitude 6.6 ereignet. Das Hypozentrum lag nach Angaben von USGS in etwa 359 Kilometern Tiefe. Die berechnete Maximalintensität erreicht etwa 3.7 auf der EMS-98-Skala. Im modellierten Gebiet könnten die Erschütterungen für rund 96,0 Mio Menschen spürbar gewesen sein. ShakeMap, Reichweite und mögliche Auswirkungen sind automatische Modellrechnungen. Lokaler Baugrund, Gebäudeeigenschaften und die tatsächliche Herdgeometrie können zu Abweichungen führen.

Nachrichten und Hintergründe

Nördlich der Indonesischen Insel Bali hat sich am Samstag (Ortszeit) ein schweres Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Jakarta. Nach USGS-Auswertungen erreichte es eine Magnitude von 6.6. Die Tiefe lag bei mehr als 300 Kilometern. Dadurch wurde das Beben zwar verbreitet versprüt - neben weiten Teilen von Java sind auch Teile von Sumatra, Borneo sowie vereinzelt Singapur und Malaysia betroffen. Die Erschütterungen waren allerdings überwiegend leicht bis schwach. Größere Schäden sind somit nicht zu erwarten. Gerade auf der dicht besiedelten Insel Java, wo viele Gebäude meist eher von geringer baulicher Qualität sind, können auch bei solchen Beben einzelne leichte Schäden auftreten.

Ursprung des Bebens ist der sogenannte Sundabogen: Diese lange Subduktionszone bildet die Plattengrenze zwischen Indoaustralien und dem Südostzipfel von Eurasien. Vor der Südwestküste der Hauptinseln Sumatra und Java versinkt Indoaustralien im Erdinneren und schiebt dabei weiter nach Nordosten. In größeren Tiefen fängt die Indoaustralische Platte langsam an, unter großen Druck- und Temperaturgegensätzen zu zerfallen. Dabei entstehen teils schwere Erdbeben, die aufgrund der großen Distanz zur Erdoberfläche aber meist harmlos sind.

Wie häufig sind solche Erdbeben?

Wie häufig sind Erdbeben nahe Java, Indonesien? Um das einzuschätzen, wurde die Gutenberg-Richter-Beziehung verwendet – eine statistische Methode, mit der sich aus den vergangenen Erdbeben ableiten lässt, wie oft Beben bestimmter Stärke auftreten. Als Grundlage dienten 500 stärkere Erdbeben, deren Epizentren innerhalb des oben dargestellten rechteckigen Kartenausschnitts liegen.Die historischen Daten stammen aus internationalen Erdbebenkatalogen (USGS, ISC). Die Auswertung ist nur eine grobe regionale Einordnung.

Nach dieser Auswertung kommt ein Erdbeben von etwa Magnitude 6.6 in dieser Region statistisch alle 7.5 Jahre vor.

Unter der vereinfachenden Annahme zeitlich unabhängiger Ereignisse entspricht das einer Wahrscheinlichkeit von etwa 12.5% innerhalb eines Jahres und 73.8% innerhalb von zehn Jahren.

Diese Werte sind statistische Mittelwerte und keine Vorhersage. Die Aussagekraft hängt außerdem von Vollständigkeit, Magnitudenhomogenität und Länge des verwendeten Katalogs ab.

Betroffene Städte & Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Teluknaga Indonesien 4 128300 115.0 deutlich spürbar
Curug Indonesien 4 191400 135.2 deutlich spürbar
Serang Indonesien 4 164800 140.2 deutlich spürbar
Rengasdengklok Indonesien 4 201500 125.7 deutlich spürbar
Sukadana Indonesien 4 keine Daten 150.2 deutlich spürbar
Tangerang Indonesien 4 1372100 123.7 deutlich spürbar
Jakarta Indonesien 3 8540100 124.2 leicht spürbar
Bandung Indonesien 3 1699700 216.8 leicht spürbar
Bekasi Indonesien 3 1520100 126.6 leicht spürbar
Palembang Indonesien 3 1441500 339.6 leicht spürbar
Farben zeigen die berechnete Intensität der Erschütterung (EMS-98).

Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben

0 von 1 Meldung auf der Karte
Für die vorhandenen Meldungen wurden keine Kartenpositionen angegeben.
Jaka · Intensität: IV · 12.09.2026, 04:23 CEST
Jakarta Sudirman

30 stöckiges Haus hat gewackelt

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Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.