Andauernder Erdbebenschwarm verunsichert die Menschen in Slowenien

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Das Erdbeben der Stärke 3.8, das vor wenigen Tagen den Süden von Slowenien, einschließlich der Hauptstadt Ljubljana erschütterte, war offenbar nur die Spitze des Eisberges. Anwohner berichten von duzenden kleinen Erdbeben, die in den vergangenen Wochen die Sorgen haben wachsen lassen. Besonders betroffen ist das Dorf Ribnica, 40 km südöstlich der Hauptstadt.

Angefangen hat das ganze in den ersten Februar-Wochen mit mehreren Erdbeben um Magnitude 2. Einige deutlich spürbar mit Intensität IV. Weitere Erdbeben folgten Ende des Monats, sowie Anfang März.
Seit dem 9. März gab es täglich neue Erdbeben, das bisher stärkste das bereits genannte Beben der Stärke 3.8 am 13. März.

Mindestens 21 Erdbeben hat es allein seit dem 9. März gegeben. Die meisten dieser Beben waren, trotz der geringen Größe unter Magnitude 2, für die Bewohner von Ribnica deutlich wahrnehmbar. Eine Besonderheit dort und in Teilen des nördlichen Balkans: Auch Erdbeben um Magnitude 1 können noch deutlich spürbar sein.

Mittlerweile berichten Menschen zunehmend von leichten Gebäudeschäden und anderen Effekten infolge der Beben. Mehrere Fenster seien schon zu Bruch gegangen, in Mauern haben sich Risse gebildet. Landwirte beobachteten zudem vermehrt das Auftreten von Erdfällen auf ihren Feldern, einige bis zu 25 Meter tief. Ein Zusammenhang mit den Erdbeben wurde aber offiziell nicht bestätigt. Erdfälle seien für Karst-Regionen eine normale Erscheinung. Eine Ursache für den Schwarm konnte auch noch nicht gefunden werden.

Die Angst vor einem größeren Erdbeben wächst von Tag zu Tag, während die Erschütterungen andauern. Betroffene klagen über mangelnde Informationen von offizieller Seite, auch, dass nicht alle Erdbebeninformationen schnell verfügbar sind. (Einige Beben konnten aufgrund der geringen Größe nicht erfasst werden) Die meisten Fragen bleiben offen, da niemand eine Prognose für die weitere Entwicklung abgeben kann.

Historisch gesehen ist die Region um Ribnica relativ ruhig. Schwere Beben über Magnitude 6 sind von dort, im Gegensatz zu Regionen im Norden Sloweniens, nicht überliefert. Kleinere Erdbeben um Magnitude 4 sind aber auch dort relativ häufig.

Am 16. Juni 2013 hat es bereits ein Erdbeben der Stärke 3.5 bei Ribnica gegeben, damals ohne Schäden.

Ribnica

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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